Sicherheitsvorkehrungen in Aktion: Stahlbandrollen werden für den Hebeprozess angeschlagen. Foto: WSV/brand MARINE CONSULTANTS GmbH
Sicherheitsvorkehrungen in Aktion: Stahlbandrollen werden für den Hebeprozess angeschlagen. Foto: WSV/brand MARINE CONSULTANTS GmbH
Frachter im Oktober gesunken

Endspurt vor Helgoland: Bergung der "Verity"-Ladung in den letzten Zügen

von Redaktion | 09.08.2024

Nach einem Schiffsunglück in der Nordsee bei Helgoland ist die Bergung der Ladung des gesunkenen Frachters "Verity" fast abgeschlossen. Über sieben Monate nach der Kollision mit der "Polesie" stehen die letzten Schritte der Bergungsarbeiten bevor.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes informiert darüber, dass die Bergung der Ladung aus dem Wrack der Verity, das aus Stahlbandrollen bestand, nun die Endphase erreicht. Ein Großteil der Ladung, darunter 181 von insgesamt 187 Stahlbandrollen, wurde bereits geborgen. Der überwiegende Teil wurde mit einem Binnenschiff zu einem zertifizierten Verwerter in den Niederlanden transportiert. Weitere Stahlbandrollen, die in den vergangenen Tagen geborgen wurden, werden derzeit von einer Barge auf ein Binnenschiff umgeladen, um ebenfalls zur Verwertung gebracht zu werden. Die verbleibenden sechs schwer zugänglichen Stahlbandrollen werden im nächsten Schritt bei der Bergung des Wracks entfernt.

Fortschritte bei der Bergung der Stahlbandrollen

Eric Oehlmann, Leiter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, erklärt: "Wir treten nun in die finale Phase der Bergungsarbeiten der Verity ein. Die Vorbereitungen des beauftragten Bergungsunternehmens laufen auf Hochtouren und erfolgen in enger Abstimmung mit unseren nautischen und technischen Experten. Alle sicherheitsrelevanten Vorkehrungen sind getroffen. Im nächsten Schritt wird das Wrack in zwei Sektionen gehoben. Dabei steht die Sicherheit an oberster Stelle."

Die Stahlbandrollen der "Verity" werden sorgfältig auf das Bergungsschiff umgeladen. Foto: WSV/brand MARINE CONSULTANTS GmbH

Vorbereitungen für das Zerschneiden und Heben des Wracks

In den kommenden Tagen werden die benötigten Gerätschaften für das Zerschneiden und Heben des Wracks an den Einsatzort gebracht. Für das Zerschneiden des Wracks kommen Taucher zum Einsatz. Der besonders leistungsstarke Schwimmkran MATADOR 3, der bis zu 1.800 Tonnen heben kann, wird die beiden Wrackteile heben. Die Bergung der beiden Sektionen soll bis Ende August abgeschlossen sein.

Hintergrund des Wrackvorfalls

Das Küstenmotorschiff Verity war am 24. Oktober des vergangenen Jahres nach einer Kollision mit dem Frachter Polesie in der Deutschen Bucht havariert und gesunken. Das Wrack liegt südwestlich vor Helgoland in einer Wassertiefe von etwa 37 Metern.

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