Der Cuxhavener CDU-Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann war von 2013 bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär beim Verkehrsminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr von 2018 bis 2021. Foto: Schröder
Der Cuxhavener CDU-Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann war von 2013 bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär beim Verkehrsminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr von 2018 bis 2021. Foto: Schröder
Cuxhavener seit 2002 im Bundestag

Erneute Kandidatur bei Bundestagswahl 2025? Enak Ferlemann trifft Entscheidung

von Ulrich Rohde | 01.07.2024

Seit 2002 gehört Enak Ferlemann dem Deutschen Bundestag an. Aber wird er auch bei der Bundestagswahl im Herbst 2025 erneut kandidieren? Nun hat der CDU-Politiker seine Entscheidung bekannt gegeben.

Der Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann tritt nicht mehr bei der nächsten Wahl im Herbst 2025 an. Das hat der Cuxhavener Montagabend vor Journalisten verkündet. Aber aus der Politik wird er sich nicht gänzlich verabschieden.

Ferlemann (60) gehört seit 2002 dem Deutschen Bundestag an. Er war von 2013 bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär beim Verkehrsminister und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr von 2018 bis 2021. Er ist außerdem seit 1995 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Cuxhaven und seit 1999 Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Elbe-Weser. Außerdem gehört er dem Landesvorstand der CDU in Niedersachsen an. Bereits seit 1986 ist er Mitglied des Cuxhavener Stadtrates und seit 1991 des Kreistages.

Cuxhavener Ferlemann zieht über die Landesliste in den Bundestag ein

Bei den Bundestagswahlen 2002 und 2005 zog Ferlemann über die Landesliste in den Bundestag ein. 2009 konnte er den neu formierten Wahlkreis Cuxhaven-Stade II mit knappem Vorsprung direkt gewinnen. 2013 holte er das Direktmandat mit deutlichem Vorsprung, 2017 gelang ihm das ebenfalls. 2021 schaffte er den Einzug ins Parlament über die Landesliste.

Der Bezirksvorsitzende Enak Ferlemann (v.l.), der Generalsekretär der CDU Niedersachsen Dr. Marco Mohrmann, der Europaabgeordnete David McAllister und Manfred Weber. Foto: CDU

Gestern nun hat er dem CDU-Kreisvorstand seine Entscheidung verkündet. Die Ortsvereine können jetzt bis zum 9. August Vorschläge für die Nachfolge unterbreiten. Die Nominierungsveranstaltung ist dann für den 2. Oktober in Cadenberge geplant.

Enak Ferlemann aus Cuxhaven will die Entscheidung selbst treffen

Irgendwann sei die politische Karriere sowieso mal zu Ende. Die Entscheidung wollte Ferlemann selbst treffen. Wenn die Berliner Ampel-Koalition gescheitert wäre, dann hätte er wohl für einen Neuanfang mit CDU-Beteiligung in der Bundesregierung zur Verfügung gestanden. Da dies offenbar nicht der Fall sei, reifte nun der Entschluss, nicht noch einmal zu kandidieren. Seine Entscheidung stehe schon eine Zeit lang fest. Darüber informierte er nur seine Familie und seine engsten Freunde.

Ferlemann will Generationswechsel bei der CDU einleiten

Mit der jetzigen Verkündung und dem anschließenden Nominierungsverfahren hätte eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger noch genügend Zeit, sich zu profilieren. Ferlemann wolle so auch einen Generationswechsel vollziehen. Wegen der aktuellen politischen Stimmung glaubt der Abgeordnete daran, dass der oder die Neue auch ein sehr gutes Ergebnis im Oktober 2025 einfahren könnte. Dies wolle Ferlemann auch ermöglichen.

Ferlemann selbst wolle trotzdem weiterhin Politik machen, allerdings nur im hiesigen Raum. Er werde weiter Kreis- und Bezirksvorsitzender der CDU bleiben. Außerdem wolle er sich weiterhin im Kreistag und im Stadtrat engagieren.

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Ulrich Rohde

Redaktionsleiter
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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