Polizeieinsatz in Stade: 150 Personen behindern Rettungskräfte bei einem Fall häuslicher Gewalt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Polizeieinsatz in Stade: 150 Personen behindern Rettungskräfte bei einem Fall häuslicher Gewalt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Polizeieinsatz

Häusliche Gewalt in Stade - 150 Personen behindern angerückte Einsatzkräfte

von Redaktion | 06.07.2026

Ein Fall häuslicher Gewalt eskaliert in Stade, als 150 Anwesende die Arbeit der Polizei und Rettungskräfte behindern. Ein alkoholisierter Angreifer wird schließlich ins Krankenhaus gebracht, während Ermittlungen wegen Bedrohung laufen.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Stade kam es am Sonntagabend (5. Juli 2026) gegen 20.25 Uhr in der Grünendeicher Straße in Stade zu einem Fall von häuslicher Gewalt.

Bei der Auseinandersetzung zwischen dem Ehepaar sei möglicherweise auch mit einem Messer gedroht worden, teilt die Polizei mit. Das 43-jährige Opfer konnte sich bei einem Nachbarn in Sicherheit begeben. Dieser informierte daraufhin die Polizei. 

Der alkoholisierte 48-jährige Verursacher attackierte zunächst die angerückten Beamten, konnte aber abgewehrt werden. Dabei stürzte und verletzte er sich. "Da noch eine hochschwangere weitere Angehörige vor Ort war, wurde zu deren Versorgung der Rettungsdienst angefordert", erklärt Rainer Bohmbach der Polizeiinspektion Stade in einer Mitteilung.

Wie die Polizei weiter mitteilt, versammelten sich vor dem Haus etwa 150 Personen aus dem Verwandtenkreis und der Nachbarschaft. Dadurch wurden die Maßnahmen der Polizei und des Rettungsdienstes behindert. Der Abtransport der Patienten konnte erst nach dem Einsatz mehrerer Streifenwagen aus umliegenden Dienststellen erfolgen.

Damit weitere mögliche Auseinandersetzungen im Elbe Klinikum vorsorglich verhindert werden konnten, wurden Polizeikräfte zur Absicherung der jungen Frau verlagert. Weitere Familienangehörige erschienen dort nicht, sodass die Einsatzkräfte nach und nach abgezogen wurden. Auch der 48-jährige Ehemann konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen - nach Polizeiangaben wird gegen ihn nun wegen Bedrohung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Weitere Details finden Sie im Folgeartikel.

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