Eine besondere Konzertreise beginnt: Inga Rumpf startet Geburtstagstour in Hemmoor
Bevor Inga Rumpf ihren 80. Geburtstag in der Hamburger Elbphilharmonie feiert, startet sie ihre besondere Konzertreise in Hemmoor (Kreis Cuxhaven). Im Interview spricht sie über Musik als Lebenselixier, ihre Stimme und die Freude am Live-Moment.
Bevor sie ihren 80. Geburtstag im Großen Saal der Elbphilharmonie feiert, beginnt Inga Rumpf ihre besondere Konzertreise fernab der großen Metropolen: Der Tourauftakt findet am 24. Januar 2026 in Hemmoor statt. Im Gespräch mit cnv-medien.de spricht Inga Rumpf darüber, warum sie Geburtstage gerne musikalisch begeht, was ihr bis heute die Energie für Live-Auftritte gibt, wie sie mit Gelassenheit auf das Älterwerden blickt - und warum ihre Stimme für sie ein kostbares Geschenk ist.
Frau Rumpf, Hemmoor ist der erste Tourstopp auf dem Weg zu Ihrem 80. Geburtstag. Wann war der Moment, in dem Ihnen klar wurde: So möchte ich feiern - auf der Bühne, mit dem Publikum?
Meine Geburtstage, auch die runden, habe ich privat nie groß gefeiert. Weil sich mein ganzes Leben um die Musik dreht, feiere ich diese besonderen Ereignisse am liebsten mit meinen musikalischen Langzeitfreunden und meinem Publikum. Für meinen 80. Geburtstag ist natürlich die Elbphilharmonie der schönste Ort in Hamburg.
Sie stehen weiterhin mit großer Präsenz auf der Bühne. Was gibt Ihnen die Energie und Freude, immer wieder live zu spielen?
Was gibt es Schöneres, als mit tollen Musikern zu spielen? Das macht einfach Spaß. Und das Glücksgefühl, wenn von der Bühne der Funke auf das Publikum überspringt. Das will man einfach immer wieder erleben.
Gibt es etwas, das Sie heute bewusster oder gelassener angehen als früher - auf der Bühne oder im Leben?
Na ja, ich merke schon, dass meine Kräfte begrenzt sind. Sex, Drugs & Rock'n'Roll - das war einmal. Es geht alles etwas langsamer als früher, aber mit Gelassenheit und guter Laune hat man beste Chancen, alt zu werden.

Ihr aktuelles Programm in Hemmor trägt den Titel "Inga - die Stimme". Was bedeutet Ihre Stimme Ihnen heute - nach mehr als sechs Jahrzehnten auf der Bühne?
Meine Stimme ist ein kostbares Geschenk. Durch sie habe ich mehr erreicht, als ich für möglich gehalten habe. Um die Auftritte durchzustehen, halte ich mich fit. Ich mache keine Tourneen mehr, gebe nur noch Einzelkonzerte, um meine Stimme nicht zu strapazieren. Wenn die Stimme funktioniert, ist Singen einfach wunderbar.
Im September feiern Sie Ihren 80. Geburtstag im Großen Saal der Elbphilharmonie. Wenn Sie heute an diesen Abend denken: Was macht ihn für Sie persönlich so besonders?
Mich persönlich freut besonders, wieder einmal Songs mit den Kollegen zu spielen, mit denen ich schon lange nicht mehr das Vergnügen hatte, aufzutreten. Ich glaube, wir machen auch sehr viele Fans ziemlich glücklich mit diesem Abend.

Die Elbphilharmonie gilt als Wahrzeichen Hamburgs. Sie werden oft als die Stimme dieser Stadt bezeichnet. Fühlt sich dieses Konzert für Sie auch wie ein musikalisches Nachhausekommen an?
Ja. Ich kenne Hamburg noch aus den 1960er Jahren und habe in so ziemlich allen Hamburger Locations gespielt. Am Anfang meiner Karriere mit den City Preachers, dann mit meinen Bands Frumpy und Atlantis. Das Onkel Pö oder die Fabrik wurden zu meinen zweiten Wohnzimmern, und meine Neujahrskonzerte und Motorradgottesdienste im Hamburger Michel waren über ein Jahrzehnt ein großes Ereignis. In der Elbphilharmonie, dem neuen Wahrzeichen Hamburgs, meinen Geburtstag zu feiern, ist die Krönung und eine große Freude für mich und meine Fans.
Wenn Sie auf Ihr heutiges Schaffen blicken: Gibt es noch musikalische Wünsche?
Noch in diesem Jahr wird das Live-Album vom Elbphilharmonie-Konzert erscheinen. Ansonsten lasse ich mich überraschen, wohin die Reise geht.
Und zum Schluss: Wenn Sie jungen Musikerinnen und Musikern einen Gedanken oder einen Satz mitgeben könnten - welcher wäre das?
Um zu fliegen, muss man erst einmal laufen lernen.