Lasse Weritz führt die CDU-Fraktion im Samtgemeinderat an und möchte, dass die Stadt Hemmoor mehr Gewicht bei Planungen erhält. Archivfoto: Schröder
Lasse Weritz führt die CDU-Fraktion im Samtgemeinderat an und möchte, dass die Stadt Hemmoor mehr Gewicht bei Planungen erhält. Archivfoto: Schröder
CDU setzte Nadelstiche

Erste Wahlkampf-Töne an der Oste: "Es gibt noch mehr als Hechthausen"

von Egbert Schröder | 13.01.2026

So langsam, aber sicher startet der Kommunalwahlkampf; zumindest in der Samtgemeinde Hemmoor. Die CDU läuft sich verbal warm und zieht eine gemischte Bilanz der letzten Wahlperiode unter Bürgermeister Jan Tiedemann.

Beim Dreikönigstreffen der CDU am Wochenende in Osten, wo sich der von den Christdemokraten unterstützte parteilose Samntgemeindebürgermeisterkandidat Torge Weritz vorgestellt hatte (wir berichteten), gab es einige verbale Spitzen gegen Tiedemann, ohne ihn direkt beim Namen zu nennen. So wird innerhalb der CDU schon seit längerer Zeit kritisiert, dass die Entwicklung der Stadt Hemmoor schleppend vorangehe und nicht mit dem nötigen Nachdruck vorangetrieben werde, während es in Hechthausen ein Projekt nach dem anderen gebe.

"Hemmoor hat ja seine Boulebahn bekommen", merkte Lasse Weritz (CDU-Fraktionschef im Samtgemeinderat) zum Einstieg in seine Rede provokant an. "In Hechthausen läuft's dagegen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt", fuhr der Christdemokrat fort. Tiedemann ist Hechthausener Gemeindedirektor und war bis vor fünf Jahren auch Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde.

Weritz kritisierte, dass - außer in Hechthausen - kaum neue Projekte angeschoben worden seien: "Die meisten Dinge, die gelaufen sind, stammen noch aus der vorherigen Wahlperiode." Das müsse sich ändern. Und auch eine räumliche Verschiebung der Schwerpunkte: "Es gibt noch mehr als Hechthausen."

Verhandlungen ohne Erfolg

Was es in Osten Neues gibt, erläuterte Bürgermeister Carsten Hubert beim Dreikönigstreffen. Er bedauerte, dass die Pläne für ein kombiniertes Bau- und Gewerbegebiet wahrscheinlich nicht umgesetzt werden können, da ein Bodengutachten gezeigt habe, dass insbesondere im Bereich des gemeinsamen Gewerbegebietes Osten/Hemmoor der Untergrund zwangsläufig zu umfangreichen und kostenintensiven Gründungsmaßnahmen führen würde: "Die Verhandlungen sind zunächst gescheitert."

Positiv seien dagegen die Ausweisung eines Baugebietes mit zehn Plätzen im Bereich Isensee und die geplante Dachsanierung des "Osteland-Festhauses", für die man einen Zuschuss von rund 500.000 Euro zugesichert bekommen habe. Auch das Radwegenetz werde deutlich verbessert. Durch den Windparkbau verspricht sich die Gemeinde direkte jährliche Einnahmen von rund 300.000 Euro, was für finanzielle Spielräume sorge.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Nachrichten-Newsletter

Hier können Sie sich für unseren CNV-Newsletter mit den aktuellen und wichtigsten Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven anmelden.

Die wichtigsten Meldungen aktuell


Bild von Egbert Schröder
Egbert Schröder

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

eschroeder@no-spamcuxonline.de

Lesen Sie auch...
Neues Qualitätssiegel

Bleibt Hemmoor auch künftig "Kinderfreundliche Kommune"?

von Egbert Schröder

Hemmoor darf sich - offiziell - seit vier Jahren als "Kinderfreundliche Kommune" bezeichnen. Es wird an einem Aktionsplan gearbeitet, der die Grundlage für eine erneute Bewerbung sein soll. Doch geräuschlos läuft die Vorbereitung nicht ab.

Gefahr auf nasser Fahrbahn

Rutschgefahr auf der B73: Feuerwehr beseitigt Ölspur in Hemmoor

Eine mehrere Kilometer lange Ölspur sorgte am Montag auf der B73 in Hemmoor für einen Feuerwehreinsatz. Unter großer Vorsicht musste die Fahrbahn abgestreut werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Autofahrer erwischt

Handy am Steuer: Polizei deckt weitere Vergehen in Hemmoor auf

von Redaktion

Ein Handy am Steuer wurde einem Autofahrer in Hemmoor zum Verhängnis. Bei der Kontrolle entdeckte die Polizei nicht nur einen ungültigen Führerschein, sondern auch frühere Verstöße.

Bürgermeisterwahl

Er setzt auf Sieg: Kandidat in Hemmoor will nicht nur "an der Seitenlinie stehen"

von Egbert Schröder

Es war eine Premiere für Torge Krüger: Bei einem Empfang des CDU-Samtgemeindeverbandes Hemmoor präsentierte er sich und seine Ziele vor einem größeren Publikum. Krüger will gewinnen - und zwar bei der Samtgemeindebürgermeisterwahl im September.