Schwarzer Rauch steigt beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus dem Wohnhaus auf. Foto: Lange
Schwarzer Rauch steigt beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus dem Wohnhaus auf. Foto: Lange
Feuerwehr im Einsatz

Heizöl-Brand in Hemmoor: Hoher Schaden bei Feuer - Einfamilienhaus unbewohnbar

05.09.2025

Ein Kellerbrand durch Heizöl sorgt für einen Einsatz der Feuerwehr in Hemmoor (Kreis Cuxhaven): Handwerker entkommen, doch das Einfamilienhaus wird unbewohnbar. Der Sachschaden ist enorm.

Eine Restmenge Heizöl ist bei Renovierungsarbeiten in Hemmoor in Brand geraten. Es entstand nicht nur hoher Sachschaden, sondern das Einfamilienhaus ist auch unbewohnbar.

Am Donnerstagmittag (4. September 2025) gegen 12.45 Uhr wurden alle Feuerwehren der Stadt Hemmoor in den Stadtteil Warstade gerufen. Gemeldet wurde ein Kellerbrand an der Straße An der Pferdebahn.

Schwarze Rauchwolke steigt aus dem Keller auf

Bereits nach wenigen Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle ein. Aus dem Bereich des Kellers stieg eine große schwarze Rauchwolke auf. Mehrere Handwerker, die in einem Wohnhaus Renovierungsarbeiten durchgeführt hatten, hatten das Haus bereits verlassen. Sie berichteten, dass vermutlich aus bisher unbekannter Ursache eine Restmenge Heizöl im Heizölraum im Keller in Brand geraten war. Der Eigentümer des Hauses war zu der Zeit nicht anwesend.

Umgehend verlegten die Einsatzkräfte Schlauchleitungen aus wasserführenden Fahrzeugen sowie von naheliegenden Hydranten für einen Löschangriff. Mehrere Trupps rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus. Schaummittel wurde zum Löschen des Heizöls bereitgestellt.

Gleich mehrere Atemschutzgeräteträger bereiten sich auf den Innenangrif vor. Foto: Lange

Erst dann begaben sich die Einsatzkräfte in das schwarz verrauchte Gebäude, suchten den Brandherd und begannen mit einem massiven Schaumangriff. Nachdem das Feuer eingedämmt worden war, bliesen sie zunächst den schwarzen Rauch aus dem Gebäude. Einen zweiten Druckbelüfter stellten sie auf, um den Rauch und die Gase auch aus dem oberen Bereich zu entfernen. Der schwarze Ruß hatte sich bereits im gesamten Gebäude verteilt.

In dem stark verrauchten Keller ist die Sicht durch schwarzen Rauch erschwert. Ein großer Druckluftbelüfter wird eingesetzt. Foto: Lange

Nachdem das Feuer gelöscht worden war, kontrollierte die Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera noch einmal. Mit CO2-Messern überprüften sie die Abgaskonzentration im Gebäude. Danach übergaben sie das Haus an die Polizei für die Ermittlungen zur Brandursache. Die Polizei geht bislang davon aus, dass Funkenflug bei Sanierungsarbeiten an der Heizungsanlage das Feuer auslöste, hieß es am Freitag (5. September 2025). "Die weiteren Ermittlungen dauern an."

Es entstand ein geschätzter Schaden von etwa 80.000 Euro. Durch die starke Rußentwicklung ist das Haus unbewohnbar.

Straße in Hemmoor für Einsatz voll gesperrt

Die Straße An der Pferdebahn wurde während des Einsatzes voll gesperrt. Erst gegen 15.15 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte den Einsatzort. Im Einsatz waren 53 Kräfte der Feuerwehren Warstade, Basbeck, Althemmoor, Westersode und Heeßel, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Malte Schimmelpfennig, ein Rettungswagen des Cuxland-Rettungsdienstes zur Absicherung der Einsatzkräfte, die Polizei Hemmoor und die Verfügungsgruppe der Polizei Cuxhaven. (jl)

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