Schritt für Schritt: Erneut Sanierung der "Ostewelle" in Hemmoor
Um das Hemmoorer Hallenbad "Ostewelle" in Schuss zu halten, ist eine Investition in Millionenhöhe notwendig. Für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 sind dafür zunächst rund 1,3 Millionen Euro vorgesehen.
Das Schwimmbad in Hemmoor stammt aus den 70er-Jahren. Als es 1975 eröffnet worden war, hatte die Kommune vier Millionen Mark ausgegeben und damit ein Vorzeigeprojekt realisiert. Von Beginn an war es für den Schwimmsport konzipiert. Auch die jetzige Funktionalität der Einrichtung ist klar darauf angelegt; eine Konkurrenz zu Spaßbädern soll die "Ostewelle" ganz bewusst nicht sein.
Knapp 50.000 Besucherinnen und Besucher waren 2024 gezählt worden. Das Bad ist insbesondere Anlaufpunkt für Aktive aus Schwimmvereinen, aber gleichzeitig auch elementar, damit Kinder überhaupt das Schwimmen lernen können.
Energetisch ein "Leuchtturmprojekt"
Die bevorstehende Baumaßnahme ist nicht die erste größere Sanierung des Schwimmbades in den vergangenen Jahren. 2011/2012 erfolgten umfangreiche Maßnahmen, um die energetische Bilanz dieser Sport- und Freizeiteinrichtung zu verbessern. Zehn Monate lang waren die beauftragten Firmen unter anderem damit beschäftigt, die Außenhülle zu erneuern sowie eine Wärmepumpe, Solarthermie, einen Brennwertkessel und neue technische Anlagen zu installieren. Die Investitionssumme wurde angesichts des innovativen Ansatzes im Energiebereich zu einem großen Teil mit Mitteln aus einem besonderen Fördertopf mitfinanziert. Die "Ostewelle" galt damals als ein "Leuchtturmprojekt".
Probleme mit Wasser im Dachbereich
In den Jahren 2020 und 2021 folgte dann ein weiterer Teilabschnitt mit der Erneuerung der Lüftung und des Beckenuntergrundes sowie dem Austausch von Fliesen und der sogenannten "Beckenköpfe".
In Hemmoor hat man bei den Sanierungen die Devise verfolgt, nicht alles im Rahmen einer geballten Investition zu erledigen, sondern abschnittsweise und damit finanziell auch leist- und überschaubar. So geht es nunmehr insbesondere um die Komplettsanierung der Sanitäranlagen und auch um Teile des Dachbereiches. Dort sind zusätzliche und effektivere Dichtungsmaßnahmen erforderlich, da sich gerade bei tieferen Außentemperaturen Wasser bildet - und zwar dort, wo es in einem Schwimmbad ganz gewiss nicht hingehört.
Wann genau die ersten Baumaßnahmen erfolgen und es dadurch auch zu Einschränkungen des Badebetriebes kommt, ist unklar. Das gilt auch für das finanzielle Gesamtvolumen. Im Doppelhaushalt hat der Samtgemeinderat zunächst 700.000 Euro in diesem Jahr und weitere 600.000 Euro für 2027 eingeplant. Rund 800.000 Euro fließen nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Jan Tiedemann aus zwei Fördertöpfen als Zuschuss.
