Kommunalwahl in Ihlienworth: Diese Themen entscheiden über die Zukunft des Dorfes
Straßen, Brücken, Neubaugebiet und knappe Kassen: In Ihlienworth stehen vor der Kommunalwahl zentrale Zukunftsfragen im Fokus. Bürgermeister Christian Roth (CDU) und SPD-Spitzenmann Thorsten Unruh erklären, was ihnen dabei besonders wichtig ist.
Wenn die Ihlienworther am kommenden Sonntag (13. September) über die Zusammensetzung ihres Gemeinderates entscheiden, geht Bürgermeister Christian Roth erneut als Spitzenkandidat der CDU ins Rennen. Herausforderer auf der SPD-Liste ist wieder Thorsten Unruh. Als klassischen Bürgermeisterkandidaten sieht der sich allerdings nicht: Als "Anführer" einer nur vierköpfigen SPD-Liste verstehe er sich nicht wirklich in dieser Rolle. Rein rechnerisch könne sich zwar mit Unterstützung der Grünen und der beiden Einzelbewerber eine andere Konstellation ergeben. Er halte das jedoch für "eher unwahrscheinlich", so Unruh.
Bei der Kommunalwahl 2021 kam die CDU in Ihlienworth auf 54,13 Prozent und sechs Sitze. Die SPD erreichte 37,48 Prozent und vier Mandate, die Grünen 8,39 Prozent und einen Sitz. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,43 Prozent. Roth zog mit 581 Stimmen direkt in den Rat ein, Unruh mit 272 Stimmen.
Entwicklung des Neubaugebietes vorantreiben
Roth tritt erneut an, weil er "noch einiges in Ihlienworth umsetzen möchte". Ganz oben auf seiner Agenda stehen Fußwege, Straßen und Plätze, die nach Bedarf instand gesetzt oder erneuert werden sollen. Zudem will er die Entwicklung des Neubaugebietes vorantreiben und Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien begleiten.
Wichtig sei ihm zugleich ein intaktes Dorfleben. Vereine und Verbände sollen weiter Unterstützung durch Rat und Bürgermeister erhalten. Außerdem will Roth Bedingungen schaffen, die junge Familien dazu bewegen, in Ihlienworth zu bauen und dauerhaft dort zu leben. Die größte Herausforderung der kommenden Jahre sieht er in den Finanzen: Trotz der anstehenden Aufgaben müssten stabile Haushalte erhalten bleiben.
Auch Thorsten Unruh stellt die Infrastruktur ins Zentrum seiner politischen Vorstellungen. Er sei bereit, Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen. Besonders wichtig sei ihm, "dass der eingeschlagene Weg der Modernisierung und Erneuerung der dörflichen Infrastruktur beibehalten wird". Dies müsse möglichst nachhaltig geschehen.
Als größte Herausforderung nennt Unruh die Vielzahl der in die Jahre gekommenen Brücken und Straßen. Deren Sanierung sei angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten eine "Herkulesaufgabe".
Beim Stil der Ratsarbeit liegen Roth und Unruh nah beieinander. Unruh möchte die vertrauensvolle Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg fortsetzen. Roth sieht es ähnlich: Über alle Fraktionen hinweg habe man bisher sehr gut zusammengearbeitet und gemeinsam viel für Ihlienworth erreicht.
Neben CDU, SPD und den Grünen bewerben sich bei der Kommunalwahl auch zwei Einzelkandidaten um einen Sitz im Gemeinderat: Timo Ketelhut und Michael Marunde treten ohne Parteiliste an.
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