Das Pflegeheim soll zur generationsübergreifenden Begegnungsstätte werden. Foto: dpa
Das Pflegeheim soll zur generationsübergreifenden Begegnungsstätte werden. Foto: dpa
Zukunftswerkstatt

Vision in Ihlienworth für Pflegeheim-Modell: Das Heim in 20 Jahren

von Wiebke Kramp | 02.04.2025

Diese Vision zeichnet ein Bild, wie sich das Alten- und Pflegeheim in Ihlienworth (Samtgemeinde Land Hadeln / Kreis Cuxhaven) in 20 Jahren zeigt. Dort könnte eine multifunktionale Begegnungsstätte für mehrere Generationen entstehen. 

Im Seniorenheim "Huus Ihlienworth" wurde ein Zukunftsbild gemalt. Es stellt eine Zeitreise in das Jahr 2045 dar. Und das Altenheim mit seinen zurzeit 63 stationären Plätzen hat sich bis dahin zu einem Komplex verändert, der den Charakter einer generationsübergreifenden Begegnungsstätte aufweist.

So jedenfalls sieht die Vision für das "Medem Quartier" aus, die Heide Holi, Geschäftsführerin der Evangelischen Dienste Lilienthal, in einem Workshop anhand einer Visualisierung präsentierte.

Geschäftsführerin Heide Holi vor der visualisierten Vision, wie sich dass Pflegeheim zu einem Begegnungszentrum für mehrere Generationen entwickelt. Foto: Kramp

Das "Huus Ihlienworth" ebenso wie das "Huus Hemmoor" wird zentral aus Lilienthal in Sachen Personal- und Rechnungswesen verwaltet. Das Lilienthaler Führungsteam hatte sich bereits vorher mit Unterstützung der Beraterorganisation "Reinventing Society" auf den Weg gemacht, ein Zukunftsmodell zu entwickeln. Von einem reinen Ort der stationären Pflege hin zu einem Begegnungsort, an dem es zu einer Vermischung von verschiedenen Generationen und Interessen kommt, soll sich demnach die Einrichtung in den kommenden 20 Jahren wandeln.

Auch Bewohnerinnen und Pflegedienstleitung nahmen an der Zukunftswerkstatt teil, bei der es um langfristige Pläne ging. Foto: Kramp

Dann - so die Utopie - soll es dort viel mehr als die Seniorenpflege geben. Neben einer stationären wie ambulanten Pflege wird es Raum geben für Gastronomie, Kinderbetreuung, Sportangebote, Hotelübernachtungen oder so genannte Co-Working-Spaces (also buchbare Büroräume).

Anhand dieses Zukunftsbildes war ein Kreis von rund 20 Personen aufgefordert, Fragen zur Ausgestaltung zu beantworten und Ideen zu entwickeln. Akute Sorgen, Nöte oder Bedürfnisse der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner standen nicht im Fokus, sondern der Blick war in die ferne Zukunft gerichtet. 

Neben Heim- und Pflegeleitung und Heimbewohnerinnen, dem Pastor und der Zahnärztin waren unter anderem Vertreter der Gemeinde, der BBS Cadenberge, des Kreis-Seniorenbeirats, der Heimaufsicht oder der Hadler Rotarier mit dabei, Bedürfnisse und Wünsche zu formulieren. Ihlienworths Heimleiter Jan Hauschild zeigte sich am Ende der Zukunftswerkstatt sehr zuversichtlich, dass eine Transformation gelingen kann: "Da wird 'was draus!"

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Wiebke Kramp

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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