Insolvenz des "Bösehofs": Investor soll Traditionshotel in Bad Bederkesa retten
Nach der Insolvenz gibt es neue Hoffnung für das Romantikhotel "Bösehof" in Bad Bederkesa: Ein regionaler Investor hat gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter einen Plan vorgelegt, der den Fortbestand des Traditionshauses sichern soll.
Die Beschäftigten des Romantikhotel "Bösehof" können weiter auf eine Zukunft hoffen. Seit Ende vergangenen Jahres steht das traditionsreiche Gasthaus in Bad Bederkesa zum Verkauf, im Januar wurde von der Geschäftsführerin Natascha Grotjohann Insolvenz angemeldet. Mehrere Hunderttausend Euro durch gestiegene Personal- und Energiekosten, Stornierungen aufgrund einer Baustelle vor dem Hotel und die Rückzahlung der Corona-Hilfen hätten das Hotel in eine "wirtschaftliche Schieflage" gebracht, sagte sie damals. Eine Kanzlei aus Hamburg wurde mit dem Verfahren beauftragt, das am 1. April eröffnet wurde.
Schon lange ist Insolvenzverwalter Dr. Thilo Streck auf der Suche nach potenziellen Geldgebern, führt Gespräche mit möglichen Käufern, die das Hotel erhalten wollen. Der Hotel-Immobilienspezialist Christie & Co wurde mit dem Verkauf beauftragt, die Anzeige ist weiterhin im Netz zu finden.
Insolvenzverwalter: "Wir sind auf der Zielgeraden"
Die Verkaufsverhandlungen scheinen nun kurz vor dem Abschluss zu stehen und die Chancen stehen gut, dass auch das Insolvenzverfahren zeitnah beendet wird.
"Ich kann Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass wir auf der Zielgeraden sind. Zwischenzeitlich wurde unter maßgeblicher Mitwirkung eines regionalen Investors beim Amtsgericht Cuxhaven ein Insolvenzplan eingereicht", so Streck. "Über diesen werden die Gläubiger noch in diesem Monat abstimmen. Findet der Plan die Zustimmung der Insolvenzgläubiger, wovon auszugehen ist, wird das Insolvenzverfahren zeitnah wieder beendet. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten und die Gläubiger erhalten eine Quotenzahlung."

Bald sollen wieder Gutscheine eingelöst werden können
Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde die Einlösung von Gutscheinen gestoppt. Das soll bald wieder möglich sein - dank Noch-Eigentümer Klaus Manke. "Die Gutscheine werden noch nicht sofort nach Annahme des Plans wieder freigeschaltet. Das wird noch ein wenig dauern", so Streck. Es werde bekannt gegeben, wenn das Einlösen wieder möglich ist. "Bemerkenswert ist, dass diese Maßnahme vom bisherigen Gesellschafter, Herrn Manke, aus seinen privaten Mitteln finanziert wird", hebt Streck hervor.
Wenn alles klappt, können die Beteiligten des "Bösehof" in diesem Jahr nicht nur das 200. Jubiläum feiern, sondern auch das Ende der Insolvenz und die Übergabe an neue Eigentümer.
Von Mareike Blumenthal
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