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Die Geehrten Berthold Hudaff, Alfred Warnke, Dieter Lübke, Jan Bornemann, Reiner Steffens, Bianca Meyn und Lars Ribler mit Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust und Gemeindedirektor Frank Springer (v.l.). Foto: Rohde
Die Geehrten Berthold Hudaff, Alfred Warnke, Dieter Lübke, Jan Bornemann, Reiner Steffens, Bianca Meyn und Lars Ribler mit Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust und Gemeindedirektor Frank Springer (v.l.). Foto: Rohde
Kommunalwahl

Neuer Lamstedter Gemeinderat: Klare Mehrheit - mehr Meinungen

von Ulrich Rohde | 04.11.2026

Nach der Kommunalwahl in Lamstedt ist im neuen Gemeinderat mit fünf Gruppierungen mehr Kontroverse zu erwarten. Altbürgermeister Knust bleibt im Amt, während wichtige Projekte und große Herausforderungen auf die Gemeinde zukommen.

Viele neue Gesichter haben die Zusammensetzung des Lamstedter Gemeinderates nach der Kommunalwahl stark verändert. Aus bislang drei Gruppierungen sind fünf geworden. Der Rat wird sich in den kommenden fünf Jahren durch noch mehr Vielfalt der Meinungen und Positionen auszeichnen.

Bürgerliste bleibt mit acht Mandaten stärkste Kraft

Im Rat vertreten sind künftig die Bürgerliste, die SPD, die Wählergemeinschaft "Wir für Lamstedt", die AfD und Die Linke. Zwei Konstanten aber bleiben: Die Bürgerliste stellt die mit Abstand größte Fraktion mit acht Mitgliedern und Bürgermeister bleibt Manfred Knust, der bei der Kommunalwahl auch die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte (797). Knust wurde einstimmig wiedergewählt. Er gehört dem Gemeinderat seit 25 Jahren an und wurde 2006 zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt. Er erwarte für seine fünfte Amtszeit, dass der Rat auch in neuer Konstellation die richtigen Entscheidungen treffen und konstruktiv zusammen arbeiten werde, so Knust.

In den zurückliegenden Jahren habe der Rat einiges auf den Weg gebracht, so Knust und nannte einige Beispiele: So den Bau einer neuen Kindertagesstätte, die Bildung einer Seniorentagespflege, die Fertigstellung des Nindorfer Dörphuus und der Dorfgemeinschaftsanlage für Hackemühlen, Wohlenbeck und Rahden. Es seien insgesamt rund 50 Bauplätze in Lamstedt, Nindorf und Hackemühlen geschaffen worden, um den Ort weiterzuentwickeln. Auch seien die Voraussetzungen für weitere Gewerbeansiedlungen geschaffen worden.

Wieviele Projekte sich unter den finanziell immer schwieriger werdenden Bedingungen in Zukunft in der Gemeinde umsetzen lassen, hängt auch davon ab, ob das Land Niedersachsen die Kommunen bei ihren Vorhaben unterstützt.

Als stellvertretende Bürgermeister werden künftig Marita Hellwege und Peter Tiedemann (beide BL) Knust bei seinen Aufgaben unterstützen. Zum Gemeindedirektor wählte der Rat Frank Springer, der von Linda Hinck vertreten wird.

Über Ausschusssitze musste das Los entscheiden

Sprecher der Fraktion Bürgerliste wird Peter Tiedemann, Lars Riebler vertritt die SPD, Adda Konsek "Wir für Lamstedt" und Ralf Bendig die AfD. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde besteht aus sechs Sitzen. Vier davon erhält die Bürgerliste. Da drei Fraktionen gleichviel Mandate (jeweils zwei) haben, mussten die restlichen zwei Sitze ausgelost werden. Das Los fiel auf die SPD und die AfD. Ein Grundmandat ohne Stimmrecht erhielt Wilko Heiduschat für Die Linke.

Der Gemeinderat hat drei Fachausschüsse, die proportional zur Anzahl der Mandate besetzt werden. Den Ausschussvorsitz im Ausschuss für Kindertagesstätten, Liegenschaften und Märkte übernimmt Dr. Ralf Mahler (BL). Stellvertreterin ist Marita Hellwege (BL). Den Vorsitz im Bau- und Wegeausschuss hat Reiner Steffens (BL) inne. Stellvertreter ist Mangels Müller (BL). Per Losentscheid geht der Vorsitz im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Jugendarbeit an Adda Konsek (WfL), vertreten von Andreas Thiel (WfL).

Ehrungen für Ausgeschiedene und langjährige Ratstätigkeit

Insgesamt acht Ratsmitglieder aus der vorigen Wahlperiode sind im neuen Rat nicht mehr vertreten. Einige von ihnen ehrte Bürgermeister Knust. Zu ihnen gehört Bianca Meyn, die für fünf Jahre Gemeinderätin war. Geehrt wurde auch Berthold Hudaff, der zehn Jahre dem Rat angehörte. Er hatte beim Bau des Nindorfer Dörphuus als ehrenamtlicher einen schweren Arbeitsunfall erlitten. Sein Credo: "Niemals aufgeben." Zum Ehrenratsherrn nach 20 Jahren Ratsmitgliedschaft wurde Alfred Warnke ernannt. Das gleich gilt für Heinz-Dieter Lübke, der ebenfalls 20 Jahre dem Rat angehört hat. Jan Bornemann, vormals Fraktionschef der Bürgerliste im Rat, schied nach 25 Jahren aus der Kommunalpolitik aus. Auch er darf sich Ehrenratsherr nennen.

Stellvertretend für den niedersächsischen Städte- und Gemeindebund ehrte Frank Springer langjährige Ratsmitglieder mit Urkunden und Abzeichen: Ausgezeichnet wurden Heinz-Dieter Lübke (silberne Nadel), Lars Ribler (20 Jahre, Silber), Alfred Warnke (Silber) sowie Reiner Steffens für 25 Jahre Ratstätigkeit (Gold).

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Ulrich Rohde

Redaktionsleiter
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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