Was wird aus dem Bördemuseum Lamstedt? Bevölkerung soll in Pläne eingebunden werden
Die Zukunft des Bördemuseums in Lamstedt ist ungewiss. Sanierungspläne liegen auf dem Tisch, doch die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Nun soll eine Bürgerveranstaltung Licht ins Dunkel bringen und darüber aufklären, wie es weitergeht.
Das Bördemuseum in Lamstedt ist bekanntlich baufällig und gilt als Sanierungsfall. Auch das Museumskonzept wird als veraltet und überholungsbedürftig angesehen. Nun soll eine Bürgerveranstaltung zur Zukunft des Bördemuseums Klarheit darüber bringen, welche Vorstellungen es in der Bevölkerung hinsichtlich des historischen Gebäudes gibt.
Das denkmalgeschützte Haus aus dem 19. Jahrhundert ist seit über 60 Jahren Heimatmuseum der Börde Lamstedt. Der damalige Heimatpfleger Karl-Heinz Meyer, nach dem das Fachwerkhaus benannt worden ist, war der Initiator. Im Frühjahr dieses Jahres erhielt die Samtgemeinde einen Förderbescheid aus dem Programm "Zukunftsräume Niedersachsen", in dem ein Zuschuss von etwa 297.000 Euro für die Sanierung und inhaltliche Weiterentwicklung des Museums zugesagt wurde. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich nach Schätzungen auf etwa eine halbe Million Euro. Zwei Jahre hat die Kommune Zeit, um das Projekt zum baulichen Erhalt des Gebäudes und zur Aufarbeitung des Bestands an Exponaten zu realisieren. Dafür fehlen ihr allerdings noch die Mittel zur Gegenfinanzierung der restlichen 200.000 Euro.
Verwaltung soll baulichen und technischen Zustand offenlegen
Die Fraktion aus Bürgerliste und CDU im Samtgemeinderat möchte mit ihrem bereits aus Mai stammenden Antrag auf Durchführung einer Bürgerveranstaltung erreichen, dass die Verwaltung der Öffentlichkeit den aktuellen baulichen und technischen Zustand des Bördemuseums offenlegt. Außerdem soll sie die bislang bekannten beziehungsweise zu erwartenden Sanierungs- und Unterhaltungskosten vorstellen. Darüberhinaus sollen die aktuellen Förderungen und der Sachstand zur Finanzierung dargelegt werden. Schließlich soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Börde Lamstedt über mögliche Lösungsansätze zur Zukunft und zur Finanzierung des Bördemuseums diskutiert werden.

Aus Sicht der Bürgerliste/CDU-Gruppe im Samtgemeinderat sei das Bördemuseum weit mehr als ein Gebäude oder eine reine Ausstellungseinrichtung, sondern ein bedeutender Bestandteil der kulturellen Identität der gesamten Börde Lamstedt. Es bewahre die Geschichte, Traditionen und das heimatgeschichtliche Erbe der Region für kommende Generationen.
Es besteht erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf
Es sei in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend deutlich geworden, dass am Gebäude erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf bestehe. Die damit verbundenen finanziellen Herausforderungen würden berechtigte Fragen zur Zukunft des Museums aufwerfen. Gleichzeitig bestehe in der Bevölkerung ein Interesse daran, zu erfahren, wie der langfristige Erhalt des Museums gesichert werden könne und welche finanziellen Belastungen auf die Samtgemeinde zukommen.
Aus Sicht der Gruppe Bürgerliste/CDU sei es daher wichtig, frühzeitig Transparenz zu schaffen und die Bürgerinnen und Bürger in die weiteren Überlegungen einzubeziehen.
Wann die Bürgerveranstaltung stattfindet, ist noch nicht bekannt. Zunächst wird sich der Samtgemeindeausschuss am 28. Oktober damit beschäftigen. Ein Beschluss soll dann auf der konstituierenden Sitzung des Samtgemeinderates am 5. November gefasst werden.
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