Die vorbereitenden Arbeiten für den Radwegbau durch den Wald haben bereits zu halbseitigen Sperrungen mit Ampelführung geführt. Foto: Schröder
Die vorbereitenden Arbeiten für den Radwegbau durch den Wald haben bereits zu halbseitigen Sperrungen mit Ampelführung geführt. Foto: Schröder
Mehr Platz und Sicherheit

Radwegbau von Hemmoor bis Lamstedt sorgt auch für Vollsperrung

11.09.2025

Durch eine umfangreiche Baumaßnahme an der Kreisstraße 21 wird es während der Arbeiten auch zu zeitlich begrenzten Verkehrsproblemen kommen. So ist von einer "großräumigen Umleitung" die Rede. 

Der Landkreis Cuxhaven hat mit dem Bau des geplanten Radweges entlang der Kreisstraße 21 von Lamstedt bis Bröckelbeck begonnen. Nach einigen vorbereitenden Arbeiten in den vergangenen Wochen beginnt jetzt die eigentliche Baumaßnahme, in deren Verlauf es auch zu einer Vollsperrung der Kreisstraße kommen wird. Die Gesamtlänge des neuen Radweges beträgt rund sechs Kilometer. Der erste Bauabschnitt startet in wenigen Tagen an der Kreuzung Am Finkenberg/Bickbeerstieg in Lamstedt.

Die Kreisverwaltung hat sich nach eigenen Angaben "bewusst dafür entschieden", das erste Teilstück des Radweges (knapp 1,3 Kilometer) abgesetzt von der Kreisstraße über die Gemeindestraßen "Bickbeerstieg" und "Neuer Kamper Weg" zu führen.

Probleme beim Grunderwerb

Hintergrund sei, dass es im betreffenden Abschnitt entlang der Kreisstraße zu "erheblichen Schwierigkeiten beim erforderlichen Grunderwerb kam".

Um den Projektverlauf nicht zu gefährden und dennoch eine sichere und praktikable Radverkehrsführung zu gewährleisten, sei dieser alternative Trassenverlauf in enger Abstimmung mit der Gemeinde Lamstedt gewählt worden. Der Weg werde als kombinierte Trasse für den Radverkehr sowie den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr in Asphaltbauweise und mit einer Breite von drei Metern erstellt. Die beiden Straßen verblieben nach der Fertigstellung in der Trägerschaft der Gemeinde Lamstedt.

Im Anschluss daran werde die Radwegtraße parallel zur Kreisstraße 21 bis über die Kreuzung mit der Kreisstraße 29 in Bröckelbeck geführt. Der Radweg wird nach Angaben der Kreisverwaltung überwiegend in Asphaltbauweise mit einer Breite von 2,5 Metern hergestellt.

Neuer Parkplatz am "Steingarten"

Da der neue Radweg direkt am Parkplatz für den "Steingarten" im Wald vorbeiführt, erfolgt eine bauliche Neugestaltung des Areals, um eine "sichere und funktionale Anbindung" zu gewährleisten. Der Parkplatz ist bis zum Abschluss der Bauarbeiten für die Öffentlichkeit gesperrt. Er dient während der Baumaßnahme als Lager- und Baucontainerfläche für die Baufirmen.

An der Kreuzung in Bröckelbeck soll eine "bauliche Anpassung der Verkehrsinseln" dafür sorgen, dass Radfahrer die Straße sicher und gut sichtbar queren können. Zusätzlich wird in Bröckelbeck eine weitere Haltestelle für den öffentlichen Personennahverkehr geschaffen. Diese soll zukünftig auch vom Anruf-Sammeltaxi angefahren werden.

Ab 6. Oktober mehr Zeit einplanen

Die Bauarbeiten für den Radweg erfolgen - abschnittsweise - unter Vollsperrung. Eine großräumige Umleitung über die B 73 und B 495 wird entsprechend ausgeschildert. Voraussichtlich ab dem 6. Oktober wird die K 21 von Lamstedt nach Bröckelbeck für die Baumaßnahmen voll gesperrt.

Der Abschluss der Maßnahme ist für Mai 2026 vorgesehen. Insgesamt ist die Umsetzung des Radwegprojektes in sieben Bauabschnitte unterteilt, um die Erreichbarkeit der anliegenden Hauptzuwegungen während der Bauzeit zumindest in eine Richtung möglichst aufrechtzuerhalten.

Seit Anfang August 2025 erfolgen vorbereitend Kampfmittelsondierungen durch eine Fachfirma im Seitenraum der Kreisstraße 21. Diese Arbeiten werden unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung durchgeführt.

Im Vorfeld des Radwegebaus erneuert der Wasserverband Wingst zudem die Trinkwasserleitung entlang der Kreisstraße 21 - beginnend ab "Neuer Kamper Weg" bis zur Kreuzung in Bröckelbeck. "Die alte Wasserleitung hätte unter dem zukünftigen Radweg gelegen und entsprach aufgrund ihres Alters und Materials nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit und Langlebigkeit. Beide Maßnahmen wurden daher frühzeitig mit dem Wasserverband Wingst koordiniert, um eine nachhaltige Vorgehensweise sicherzustellen", heißt es beim Landkreis. (red / es).

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