Neue Wendung nach Schüssen in Buxtehude: Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuß
Nach den Schüssen auf einen 42-Jährigen in der Buxtehuder Bahnhofstraße gibt es neue Entwicklungen: Der in Neu Wulmstorf festgenommene Mann ist wieder auf freiem Fuß.
Nach den Schüssen auf einen 42-Jährigen in der Buxtehuder Bahnhofstraße arbeitet die eingerichtete Mordkommission der Polizei auf Hochtouren. Die Beamtinnen und Beamten sowie die Staatsanwaltschaft Stade ermitteln wegen versuchten Mordes.
Der angeschossene Mann aus Hamburg ist nach einer Notoperation außer Lebensgefahr, seine Lage aber wurde am Dienstag (2. Juni 2026) noch als kritisch eingeschätzt. Wer den 42-Jährigen am Montagabend (1. Juni 2026) lebensbedrohlich verletzte, ist nach wie vor unklar. Die Polizei geht von einem Schützen aus, der nach der Tat floh.

"Tatverdacht nicht ausreichend erhärtet"
Der ebenfalls 42 Jahre alte Mann, der am Montagabend in Neu Wulmstorf von der Polizei festgenommen worden war, wurde bereits am Dienstag aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Das teilte Stades Polizeisprecher Matthias Bekermann am Mittwoch mit.
"Da sich nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Tatverdacht nicht ausreichend erhärtet hat, verzichtete die Staatsanwaltschaft Stade auf die Beantragung eines Haftbefehls", so Bekermann.
Videoaufnahmen der benachbarten Geschäfte
Zahlreiche Zeugenhinweise sowie Bild- und Videodateien beschäftigten derzeit die Mordkommission. Die Ermittlerinnen und Ermittler stünden vor der umfangreichen Aufgabe, die Aussagen auszuwerten und das digitale Material zu sichten, hieß es weiter. So konnten unter anderem Aufnahmen von benachbarten Geschäften gesichert werden.

Die Tat, die sich gegen 19.15 Uhr am Montagabend ereignet hatte, hatte für viel Aufsehen in der Innenstadt gesorgt. Das blutende Opfer wurde im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses gefunden, in dem auch Geschäftsräume sind.
Welche Aufnahmen die Polizei vor allem interessiert
Einige Zeugen gaben an, dass nach den Schüssen mehrere Personen vom Tatort weggelaufen sein sollen. Der Polizeisprecher bittet "Zeugen, die bislang nicht mit der Polizei gesprochen haben, sich zu melden". Dies gelte insbesondere für Menschen, die weiteres Bild- oder Videomaterial besitzen.
Interessant seien vor allem Aufnahmen, die einen möglichen Täter rund um den Tatort kurz vor oder nach der Tat zeigten. Hinweise nimmt die Polizei in Stade unter (0 41 41) 10 20 entgegen. (pm/tip)
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