Neue Schulbezirke beschlossen: Keine neuen Erstklässler in Neuenkirchen und Nordleda
Die Schließung der Grundschule Neuenkirchen-Nordleda nimmt konkrete Formen an: Der Samtgemeinderat hat die neuen Schulbezirke beschlossen. Damit steht auch fest, dass es an der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule keine neuen Einschulungen mehr geben wird.
Mit dem einstimmigen Beschluss des Samtgemeinderates Land Hadeln sind die neuen Schulbezirke für die bisherigen Standorte Neuenkirchen und Nordleda nun endgültig festgelegt. Gleichzeitig steht fest: An der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule wird es keine neuen Einschulungen mehr geben.
Künftig werden Kinder aus Neuenkirchen die Grundschule in Ihlienworth besuchen, Kinder aus Nordleda wechseln nach Wanna. Bereits zum kommenden Schuljahr werden Erstklässler direkt an den neuen Schulstandorten eingeschult.
"Dieses Jahr wird es keine Einschulung mehr geben", erklärt Neuenkirchens Bürgermeisterin Dagmar Diers gegenüber CNV-Medien. Viele Eltern hätten sich inzwischen mit der Situation arrangiert. Nun gehe es vor allem darum, für die Kinder gute Bedingungen zu schaffen.
Fokus liegt jetzt auf den Kindern
Dazu zählen aus Sicht der Bürgermeisterin vor allem verlässliche Busverbindungen. Die Fahrzeiten sollen künftig an die Unterrichtszeiten angepasst werden, damit nach Schulschluss möglichst keine langen Wartezeiten entstehen. Positiv bewertet Diers zudem den Ausbau der Ganztagsangebote. In Ihlienworth soll der Ganztag künftig an fünf Tagen stattfinden und über den Paritätischen organisiert werden.
Auch die Erste Samtgemeinderätin Irene Wischhusen verweist im Gespräch mit cnv-medien.de darauf, dass die jetzigen Entscheidungen das Ergebnis eines langen Prozesses seien. "Wir haben im letzten Jahr den Beschluss gefasst, dass die Schulschließung vorzusehen ist", erklärt sie. In diesem Zusammenhang habe es zahlreiche Sitzungen in den Fachausschüssen gegeben sowie die Arbeit an einem Schulentwicklungskonzept.
Wechsel schon vor der offiziellen Schließung möglich
Nach dem Schließungsbeschluss sei zudem ein Arbeitskreis gegründet worden, bestehend aus Schulleitungen, Elternvertretern, Politik und Verwaltung. Ziel sei es gewesen, den Übergang für die betroffenen Kinder möglichst verträglich zu gestalten. "Unser oberster Leitgedanke war immer, dass es um die Belange der Grundschüler geht und die Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden", so Wischhusen.
Dabei sei Eltern auch frühzeitig die Möglichkeit eingeräumt worden, ihre Kinder schon vor der offiziellen Schließung an andere Schulen wechseln zu lassen. Einige Familien hätten davon bereits Gebrauch gemacht. "Es gibt Kinder, die zum Schulhalbjahr gewechselt sind. Das hat uns nicht überrascht", erklärt Wischhusen. Diese Möglichkeit sei gemeinsam mit Eltern und Schulleitungen beraten worden, um individuelle Lösungen zu ermöglichen.
Schulleiter sieht Ablauf im Plan
Dass dadurch die Klassen an der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule schon jetzt kleiner werden und auch Lehrkräfte an andere Standorte wechseln, sei Teil des geplanten Übergangs. Dennoch rechnet der Schulleiter der Grundschule Ihlienworth, Torsten Ayecke, derzeit nicht mit einer vorgezogenen kompletten Schließung der Standorte. "Das läuft alles planmäßig wie beschlossen", sagt er. Zwar wechselten bereits einige Kinder an andere Schulen, insgesamt verlaufe der Prozess aber wie vorgesehen.
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