Auf Kriegsschiff Fregatte "Hessen": Nordholzer Soldaten beim Einsatz im Roten Meer
Mit der Fregatte "Hessen" schickt Deutschland sein stärkstes Kriegsschiff ins Rote Meer, um die Schifffahrt gegen Angriffe der militant-islamistischen Huthi-Rebellen zu sichern. Mit dabei: der Hubschrauber Sea Lynx und 18 Soldaten aus Nordholz.
Die deutsche Fregatte "Hessen" ist zu einem geplanten EU-Militäreinsatz im Roten Meer ausgelaufen. Dort soll die Handelsschifffahrt gegen Angriffe der militant-islamistischen Huthi-Rebellen gesichert werden. Auch das Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz unterstützt den Einsatz.
Soldaten wurden durch Kommodore und Kommandeur verabschiedet
Die Fregatte "Hessen" soll Teil der EU-Marinemission "Eunavfor Aspides" werden. Mit der Verlegung des Kriegsschiffes will die Bundeswehr die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an dem EU-Einsatz schaffen. Für einen aktiven Angriff hat die "Hessen" diverse Geschütze, Torpedos und Raketen mit enormer Reichweite an Bord. Auch der Bordhubschrauber Sea Lynx Mk88A des MFG 5 in Nordholz ist Bestandteil des Schiffes, für den zusätzliche 18 Soldaten und Soldatinnen mit an Bord sind. "Die Soldaten des MFG 5 an Bord der Hessen wurden durch den Kommodore des MFG5, Fregattenkapitän Carsten Holtgreve, und den Kommandeur Marinefliegerkommando, Kapitän zur See Broder Nielsen, verabschiedet", heißt es vom Marinekommando
Presse- und Informationszentrum.
Besondere Aufgaben des Hubschraubers
Generell erhöht der Bordhubschrauber Sea Lynx auf deutschen Fregatten wesentlich die Reichweite, Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit der Schiffe. Andererseits transportiert der Sea Lynx Personal und Material, zum Beispiel zwischen den Schiffen eines Verbandes. Hinzu kommt die Aufgabe, Boarding-Teams auf fremde Schiffe zu bringen. Für diese Rolle ist einer der beiden Boarding-Hubschrauber in der Regel mit einem schweren Maschinengewehr ausgerüstet, um dem anderen und dem Team Feuerschutz geben zu können. Weiter ist der Hubschrauber mit einem Sonar für die Ortung sowie mit Torpedos der Typen Mk46 oder MU90 zum Angriff auf gegnerische U-Boote ausgerüstet.
Rückkehr vermutlich Ende April
Die Dauer der Mission ist noch unklar - Experten rechnen damit, dass der Einsatz der Fregatte "Hessen" im Roten Meer länger dauern wird. "Derzeit gehen wir von einer Rückkehr Ende April 2024 aus. Die weiterführenden Einsatzzeiträume befinden sich derzeit in Abstimmung mit den Partnernationen der EU", so das Presse- und Informationszentrum der Bundeswehr.
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