Einsatzkräfte probten am Mittwoch den Ernstfall eines Flugunfalls mit Bränden und zahlreichen Verletzten auf dem Bundeswehrstützpunkt in Nordholz. Foto: David Guttmann
Einsatzkräfte probten am Mittwoch den Ernstfall eines Flugunfalls mit Bränden und zahlreichen Verletzten auf dem Bundeswehrstützpunkt in Nordholz. Foto: David Guttmann
Großer Rettungseinsatz geübt

Flugunfall, Feuer und viele Verletzte in Nordholz: Marineflieger proben den Ernstfall

von Redaktion | 29.04.2026

Am Mittwoch kam es in Nordholz (Kreis Cuxhaven) zu einer groß angelegten Alarm- und Rettungsübung der Marineflieger. Trainiert wurden dabei der Ernstfall eines Flugunfalls mit vielen Verletzten und die Zusammenarbeit mit zivilen Einsatzkräften.

Nach Angaben des Presse- und Informationszentrums des Marinekommandos haben die Marineflieger am Mittwoch (29. April 2026) am Standort Nordholz eine groß angelegte Alarmierungs- und Rettungsübung durchgeführt.

Wie das Presse- und Informationszentrum mitteilt, diente das Szenario der Vorbereitung auf den Tag der Bundeswehr und sollte insbesondere die zivil-militärische Zusammenarbeit im Ernstfall trainieren. Simuliert wurde demnach der Zusammenstoß zweier Luftfahrzeuge mit Bränden und einer Vielzahl von Verletzten.

Übung parallel zum laufenden Flugbetrieb

Weiter hieß es aus dem Marinekommando, dass die Notdienstgruppe des Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" (MFG3) unmittelbar nach Auslösung des Szenarios alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet und externe Einsatz- und Rettungskräfte angefordert habe. Um möglichst realitätsnah zu üben, sei die Lage parallel zum laufenden Flugbetrieb dargestellt worden.

Nach Angaben der Marine sei ein solches Training auch deshalb wichtig, weil zum Tag der Bundeswehr zahlreiche zusätzliche Flugbewegungen erwartet würden. Für den Fall eines Unfalls mit vielen Verletzten sei der Standort auf die Unterstützung ziviler Kräfte angewiesen, da eine alleinige Bewältigung durch eigene Mittel nicht möglich wäre.

Enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden

Der Flugsicherheitsoffizier des Marinefliegergeschwader 5 erklärt laut Pressemitteilung, Ziel der Übung sei die Überprüfung der Einsatzfähigkeit bestehender Rettungs- und Notfallkonzepte gewesen. Dazu hätten unter anderem der Aufbau eines Rettungsmittelhalteplatzes, die Einrichtung einer örtlichen Einsatzleitung sowie die Koordination und der Abtransport von Verletzten gehört.

Wie das Marinekommando weiter ausführt, sei die enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei ein entscheidender Faktor bei der Bewältigung von Flugunfällen. Insbesondere zu Beginn einer solchen Lage komme es darauf an, Strukturen zu schaffen, Abläufe zu koordinieren und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherzustellen.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Redaktion
Redaktion

Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
Tel.: 04721 585 360

redaktion@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
So sieht die Kriegswaffe aus

Sturmgeschütz III aus Weltkrieg in Nordholz präsentiert: Ein ganz besonderer Anblick

Ein historisches Sturmgeschütz III aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in Nordholz (Kreis Cuxhaven) entdeckt und soll bald ausgestellt werden. Der erstaunlich gut erhaltene Fund erzählt von seiner bewegten Geschichte. Eine Kriegswaffe zum Anfassen.

60.000 Besucher erwartet

Tag der Bundeswehr 2026 in Nordholz: Das Programm auf dem Marinefliegerstützpunkt

von Maren Reese-Winne

Dass der Marinefliegerstützpunkt Nordholz im Kreis Cuxhaven am 6. Juni den Tag der Bundeswehr ausrichtet, ist kein Zufall. Das Großereignis werde für lange Zeit die letzte Gelegenheit sein, den Marinefliegern so nahe zu sein, heißt es.

Bima äußert sich

In Nordholz gefundenes Sturmgeschütz: Bund warnt vor unbefugter "Schatzsuche"

von Maren Reese-Winne

Ein in Nordholz (Gemeinde Wurster Nordseeküste/Kreis Cuxhaven) entdecktes Sturmgeschütz aus der NS-Zeit wirft Fragen über den Umgang mit Kriegsrelikten auf. Die Bundesanstalt für Immobilien (Bima) warnt vor unbefugtem Auftauchen.