Flugunfall, Feuer und viele Verletzte in Nordholz: Marineflieger proben den Ernstfall
Am Mittwoch kam es in Nordholz (Kreis Cuxhaven) zu einer groß angelegten Alarm- und Rettungsübung der Marineflieger. Trainiert wurden dabei der Ernstfall eines Flugunfalls mit vielen Verletzten und die Zusammenarbeit mit zivilen Einsatzkräften.
Nach Angaben des Presse- und Informationszentrums des Marinekommandos haben die Marineflieger am Mittwoch (29. April 2026) am Standort Nordholz eine groß angelegte Alarmierungs- und Rettungsübung durchgeführt.
Wie das Presse- und Informationszentrum mitteilt, diente das Szenario der Vorbereitung auf den Tag der Bundeswehr und sollte insbesondere die zivil-militärische Zusammenarbeit im Ernstfall trainieren. Simuliert wurde demnach der Zusammenstoß zweier Luftfahrzeuge mit Bränden und einer Vielzahl von Verletzten.
Übung parallel zum laufenden Flugbetrieb
Weiter hieß es aus dem Marinekommando, dass die Notdienstgruppe des Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" (MFG3) unmittelbar nach Auslösung des Szenarios alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet und externe Einsatz- und Rettungskräfte angefordert habe. Um möglichst realitätsnah zu üben, sei die Lage parallel zum laufenden Flugbetrieb dargestellt worden.
Nach Angaben der Marine sei ein solches Training auch deshalb wichtig, weil zum Tag der Bundeswehr zahlreiche zusätzliche Flugbewegungen erwartet würden. Für den Fall eines Unfalls mit vielen Verletzten sei der Standort auf die Unterstützung ziviler Kräfte angewiesen, da eine alleinige Bewältigung durch eigene Mittel nicht möglich wäre.
Enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden
Der Flugsicherheitsoffizier des Marinefliegergeschwader 5 erklärt laut Pressemitteilung, Ziel der Übung sei die Überprüfung der Einsatzfähigkeit bestehender Rettungs- und Notfallkonzepte gewesen. Dazu hätten unter anderem der Aufbau eines Rettungsmittelhalteplatzes, die Einrichtung einer örtlichen Einsatzleitung sowie die Koordination und der Abtransport von Verletzten gehört.
Wie das Marinekommando weiter ausführt, sei die enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei ein entscheidender Faktor bei der Bewältigung von Flugunfällen. Insbesondere zu Beginn einer solchen Lage komme es darauf an, Strukturen zu schaffen, Abläufe zu koordinieren und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten sicherzustellen.