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Im Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, dass insgesamt drei Jungrinder durch den eingebrochenen Spaltenboden rund zwei Meter tief in den Güllekeller gestürzt waren. Foto: Jürgen Lange
Im Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, dass insgesamt drei Jungrinder durch den eingebrochenen Spaltenboden rund zwei Meter tief in den Güllekeller gestürzt waren. Foto: Jürgen Lange
Tierrettung

Plötzlich bricht der Boden ein - Feuerwehr Osten rettet drei Rinder aus Güllekeller

06.11.2026

Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gerieten drei Jungrinder in eine gefährliche Notlage. Für die Feuerwehr Osten entwickelte sich daraus ein anspruchsvoller Einsatz, bei dem die Einsatzkräfte unter schwierigen Bedingungen vorgehen mussten.

Zu einer aufwendigen Tierrettung ist die Freiwillige Feuerwehr Osten am Donnerstagnachmittag (5. November 2027) alarmiert worden. Um 16.28 Uhr ging bei der Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe in Bremerhaven ein Notruf von einem landwirtschaftlichen Betrieb an der Straße Großes Wegfährels im Ortsteil Isensee ein.

Nach ersten Erkenntnissen war auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ein Teil des Betonspaltenbodens eingebrochen. Rinder waren dadurch rund zwei Meter tief in einen darunterliegenden Güllekeller gestürzt. Wie viele Tiere sich in der misslichen Lage befanden, war zunächst unklar.

Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich die gemeldete Situation. Die Einsatzkräfte bereiteten zunächst die Rettung eines Jungtieres vor. Im weiteren Verlauf stellte sich jedoch heraus, dass insgesamt drei Jungrinder durch den beschädigten Spaltenboden in den Güllekeller gestürzt waren.

Um sich vor den lebensgefährlichen Gasen im Güllekeller zu schützen, gingen die Einsatzkräfte in Wathosen und teilweise unter schwerem Atemschutz vor. Foto: Jürgen Lange

Gefährliche Gase erschweren die Rettungsarbeiten

Die Rettungsarbeiten stellten die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Einsätze in Güllegruben und Güllekellern gelten aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der unsichtbaren Gefahren als besonders anspruchsvoll. Vor allem die Bildung und Ansammlung gefährlicher Gase birgt erhebliche Risiken. So können unter anderem Kohlendioxid, Methan, Ammoniak und Schwefelwasserstoff zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Um die Tiere dennoch erreichen und retten zu können, gingen die Einsatzkräfte mit Wathosen und teilweise unter schwerem Atemschutz in den Güllekeller vor.

Ein Feuerwehrmann arbeitet mit Atemschutz im Güllekeller eines landwirtschaftlichen Betriebs in Osten-Isensee, nachdem drei Jungrinder durch einen eingestürzten Spaltenboden rund zwei Meter tief abgestürzt waren. Foto: Jürgen Lange

Rettung mit Traktor und Frontlader gelingt

In enger Zusammenarbeit mit dem Landwirt und unter Einsatz eines Traktors mit Frontlader gelang es schließlich, alle drei Jungrinder nacheinander aus ihrer misslichen Lage zu befreien und sicher an die Oberfläche zu bringen. Glücklicherweise überstanden die Tiere den Sturz und die anschließende Rettungsaktion unverletzt. Nach ihrer Befreiung wurden die Rinder noch vor Ort gereinigt und anschließend wohlbehalten zurück in den Stall gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Osten war mit insgesamt zehn Einsatzkräften vor Ort. Nach rund eineinhalbstündigem Einsatz konnten die Rettungsarbeiten um 18.10 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden.

Von Jürgen Lange

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