Deckwerksschau zwischen Altenbruch und Otterndorf: Erhöhung des Deckwerks geplant
Das Deckwerk zwischen Altenbruch und Otterndorf zeigt sich weitgehend intakt. Bei der jährlichen Deckwerksschau wurden nur kleine Schäden beobachtet. Für die kommenden Jahre ist eine Erhöhung geplant.
Abgesehen von ein paar kleinen Schäden, die beobachtet werden müssen, ist das Deckwerk zwischen Altenbruch und Otterndorf in einem guten Zustand. Das ergab die jährliche Deckwerksschau am Montag (31. August 2026).
Einmal im Jahr richtet der Hadelner Deich- und Gewässerverband die Schau der Deckwerksanlagen aus. Vom Deichverband waren unter anderem Schultheiß Armin Heitmann und Geschäftsführer Florian Heitsch vor Ort. Daneben nahmen auch der Otterndorfer Bürgermeister Claus Johannßen, der Samtgemeindebürgermeister des Landes Hadeln Frank Thielebeule sowie Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee (WSA), des Katastrophenschutzes der Stadt Cuxhaven, der Behörde für Wasserwirtschaft beim Landkreis Cuxhaven sowie der Stader Betriebsstelle des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) teil.
Vereinzelt Löcher im Boden
Als Deckwerk werden im Wasserbau die äußeren Schutzschichten für Böschungen von Uferbauwerken verstanden. Dieser Steinwall mindert die hohe Belastung aus Strömungen und Wellen für das Deichvorland und den Deich. Er ist somit die erste Deichverteidigungslinie.

Die Schau startete am Altenbrucher Hafen und ging von dort bis nach Otterndorf, wo die Medem in die Elbe mündet. Der Bereich hinter der Mündung fällt ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des WSA, wurde jedoch nicht besichtigt. Direkt im ersten Abschnitt gab es kleine Schäden zu beobachten. Hinter dem Deckwerk befinden sich vereinzelt Löcher im Boden. "Die Löcher entstehen durch den Wellenschlag", erläuterte Peter Scholz vom WSA.
Erhöhung auf 2,90 Meter über Normalnull
Die gesamte Strecke bis zur Medemmündung beträgt etwa neuneinhalb Kilometer. Auf dieser soll das Deckwerk Stück für Stück auf eine Höhe von 2,90 Metern über Normalnull erhöht werden, erklärte Melanie Wiegmann vom WSA. Je nach Bereich entspricht das einer Erhöhung von ungefähr 40 bis 60 Zentimetern. Gut ein Kilometer davon ist Teil der Neugestaltung der Otterndorfer Strandpromenade - die Bauarbeiten des ersten Abschnitts sind bereits in vollem Gange und sollen bis zum Küstenmarathon am 20. September 2026 abgeschlossen sein. Ein zweiter Bauabschnitt ist für 2027 geplant. Die Deckwerkserhöhung auf der restlichen Strecke soll dann im Jahr 2028 beginnen. In einigen Abschnitten soll auch ein Rückwerk entstehen. Darunter versteht sich ein befahrbarer Weg, der direkt ans Deckwerk anschließt. Die Wege sollen in erster Linie als Arbeitswege für die zuständigen Behörden, beispielsweise das WSA oder den Deichverband, dienen.
Bei der Schau wurden keine großen Schäden festgestellt, weshalb das Urteil positiv ausfällt. Auch der Deich sei in einer guten Verfassung - die genaue Begutachtung erfolgt aber erst bei der Deichschau Anfang November.

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