Beim 38. Otterndorfer Volksbank-Triathlon waren einige Teilnehmer unterwegs. Unter anderem galt es, eine Strecke mit dem Rad zurückzulegen. Foto: Unruh
Beim 38. Otterndorfer Volksbank-Triathlon waren einige Teilnehmer unterwegs. Unter anderem galt es, eine Strecke mit dem Rad zurückzulegen. Foto: Unruh
Aggressives Verhalten

"Jedes Jahr ein Thema": Otterndorfer Triathlon-Helfer ärgern sich über Pöbeleien

von Redaktion | 31.08.2026

Beim Triathlon in Otterndorf sicherten die Feuerwehr und die Helfer die Fahrradstrecke ab. An mehreren Sperrstellen wurden die Freiwilligen beschimpft und beleidigt. Das Thema ist nicht erst in diesem Jahr aufgekommen.

Die Feuerwehr Otterndorf und der TSV Otterndorf waren am Sonntag (30. August 2026) mit vielen Kräften entlang der Fahrradstrecke des Triathlons in Otterndorf im Einsatz. Ihre Aufgabe war es, die Strecke abzusichern und dafür zu sorgen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher durch die Stadt kommen. Doch ihr Einsatz sorgte für Ärger.

Die Feuerwehr spricht ein Thema an, das die Einsatzkräfte beschäftigt: An einigen Sperrstellen seien Feuerwehrleute beschimpft und beleidigt worden. Anweisungen seien ignoriert oder diskutiert worden, teilweise sei aggressiv reagiert worden, weil Straßen vorübergehend nicht befahren werden konnten.

Verantwortung für die Teilnehmer auf der Strecke

Die Feuerwehr betont, Einsatzkräfte stünden nicht an Sperrstellen, um jemanden zu ärgern, sondern um Menschen zu schützen. Als Sicherungsposten trügen sie Verantwortung für die Teilnehmer auf der Strecke. "Wo es die Situation und die behördlich genehmigte Verkehrsführung zulassen, versuchen wir selbstverständlich, gemeinsam eine Lösung zu finden. Wer freundlich fragt, bekommt auch eine freundliche Antwort, und wir versuchen, vieles möglich zu machen", heißt es. "Es gibt aber Bereiche, in denen das schlicht nicht möglich ist." Gerade an einigen kritischen Punkten sei es in den vergangenen Jahren beinahe zu schweren Unfällen gekommen, weil Verkehrsteilnehmer Sperrungen oder Anweisungen nicht beachtet hätten. Deshalb würden diese Bereiche konsequent und entsprechend der Genehmigung vollständig gesperrt. Wenn die Feuerwehr an einer Absperrung mitteile, dass kein Fahrzeug passieren könne, sei das keine persönliche Entscheidung des einzelnen Feuerwehrmitglieds.

An verschiedenen Stellen regelte die Feuerwehr den Verkehr in der Stadt, um die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewährleisten. Foto: Feuerwehr

Die Strecke war nach Angaben der Feuerwehr bereits mehr als zwei Wochen vorher ausgeschildert worden. Zusätzlich sei über Presse und soziale Medien auf die Veranstaltung und die damit verbundenen Einschränkungen hingewiesen worden.

Auch Pöbeleien gegen Mitglieder des TSV Otterndorf

Maik Schwanemann, Geschäftsführer des ausrichtenden TSV Otterndorf, bestätigt auf Nachfrage von cnv-medien.de den rauen Ton einzelner Verkehrsteilnehmer gegenüber den Helferinnen und Helfern. Der Verein hatte ebenfalls 40 Personen im Einsatz, hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17 bis 19 Jahren, die die Radstrecke absicherten. Sie standen an vielen Kreuzungen und Einmündungen - und hätten ebenfalls erlebt, wie sie angepöbelt wurden.

"Das ist jedes Jahr ein Thema", bedauert Schwanemann. Die große Mehrheit der Verkehrsteilnehmer sei freundlich und einsichtig, "aber es gibt immer wieder Personen, die nicht verstehen, dass sie nicht hier an dieser Stelle über die Straße dürfen". Dabei habe der Verein über Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld versucht, dem entgegenzuwirken.

Junge Vereinsmitglieder sollen Verantwortung übernehmen

Der TSV achte bereits darauf, an den neuralgischen Punkten, also insbesondere Kreuzungen mit Konfliktpotenzial, die Posten mit gestandenen Erwachsenen oder der Feuerwehr zu besetzen. Denn: "Wir versuchen, die jungen Vereinsmitglieder aufzubauen, mehr Verantwortung zu übernehmen." Doch sie hätten teilweise aggressives Verhalten und Beschimpfungen erfahren müssen. Das motiviere nicht gerade, sich mehr zu engagieren, bedauert Schwanemann.

Bei allem Verständnis für persönlichen Ärger sieht die Feuerwehr eine klare Grenze: Über eine Sperrung könne man freundlich sprechen, über die Sicherheit der Teilnehmer werde nicht diskutiert. Ausdrücklich bedankt sich die Feuerwehr bei den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die Verständnis gezeigt, freundlich nachgefragt oder ein nettes Wort für die Einsatzkräfte übrighatten. "Respekt kostet nichts. Sicherheit dagegen kann unbezahlbar sein", heißt es vonseiten der Feuerwehr.

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