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Die „Omas gegen Rechts“ Otterndorf laden zu einer Mahnwache ein, um an die Schrecken der Reichspogromnacht zu erinnern und gegen heutige Diskriminierungen zu protestieren. Foto: Friedrich Bungert
Die „Omas gegen Rechts“ Otterndorf laden zu einer Mahnwache ein, um an die Schrecken der Reichspogromnacht zu erinnern und gegen heutige Diskriminierungen zu protestieren. Foto: Friedrich Bungert
Gedenken an die Reichspogromnacht

Die Omas gegen Rechts Otterndorf laden zur Mahnwache auf dem Kirchplatz ein

von Redaktion | 06.11.2026

Am 9. November lädt die Initiative Omas gegen Rechts in Otterndorf zur Mahnwache ein, um an die Schrecken der Reichspogromnacht zu erinnern und ein klares Zeichen gegen heutige Diskriminierungen zu setzen.

88 Jahre nach den Novemberpogromen von 1938 wollen die Omas gegen Rechts Otterndorf an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnern. Am Montag, 9. November, um 18.30 Uhr veranstaltet die Gruppe eine Mahnwache auf dem Kirchplatz. Dabei soll auch auf heutige Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt aufmerksam gemacht werden.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und in den darauffolgenden Tagen zerstörten Nationalsozialisten und ihre Unterstützer zahlreiche Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen. Jüdische Menschen wurden misshandelt, ermordet und zu Zehntausenden in Konzentrationslager verschleppt. Die Pogrome markierten eine entscheidende Eskalation der antisemitischen Verfolgung, die später im Holocaust mündete.

Niemöllers Worte auf Leinwänden

Bei der Mahnwache wollen die Omas gegen Rechts den bekannten Text des Theologen Martin Niemöller, der mit "Als die Nazis die Kommunisten holten …" beginnt, auf Leinwänden präsentieren. Ergänzt werden soll er durch Aussagen mit Gegenwartsbezug, etwa: "Wir schweigen nicht, wenn queere Menschen beschimpft und angegriffen werden" oder "Wir schweigen nicht, wenn Muslime beschimpft und angegriffen werden".

Die Gruppe warnt vor rechtsextremen Entwicklungen und zunehmender Diskriminierung. Sie verweist dabei unter anderem auf antisemitische und antimuslimische Anfeindungen sowie Bedrohungen gegen queere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Mit der Mahnwache wollen die Omas gegen Rechts deutlich machen, dass Erinnern auch bedeutet, in der Gegenwart Verantwortung zu übernehmen und Menschenfeindlichkeit nicht schweigend hinzunehmen.

Die Veranstaltung beginnt am Montag, 9. November, um 18.30 Uhr auf dem Kirchplatz in Otterndorf.

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