So soll es aussehen: das künftige Strandhotel Otterndorf. Foto: Larschow
So soll es aussehen: das künftige Strandhotel Otterndorf. Foto: Larschow
Unternehmen startet größtes Projekt

Otterndorf bekommt ein neues Hotel: So sieht es aus auf der Strandhotel-Baustelle

von Tim Larschow | 11.06.2025

Das Nordseebad Otterndorf bekommt ein neues Hotel: Direkt neben der Spiel- und Spaßscheune wurde am Mittwoch (11. Juni 2025) die Grundsteinlegung für die moderne Ferienunterkunft gefeiert. So sieht es auf der Baustelle aus.

Die Investoren Ole und Stefanie Fredebohm gaben den Gästen einen Ausblick auf das ambitionierte Projekt, das auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern entsteht. Bis Herbst 2026 sollen 26 barrierefreie Appartements, ein Wellnessbereich, ein Restaurant und ein eigener Shop entstehen - ein weiteres Standbein im stetig wachsenden Tourismusangebot der Firma Fredebohm Touristik.

Das Unternehmen zählt bereits zu den bedeutendsten Akteuren im Otterndorfer Fremdenverkehr: Über 50 Ferienhäuser, 152 Strandkabinen, zwei Schlafstrandkörbe, eine Fahrradvermietung und die Freibeuter-Strandbar gehören zum Portfolio. Der Hotelneubau ist nun das bisher größte Einzelprojekt in der Firmengeschichte.

"Es ist an der Zeit, unsere Geschäftsräume an unseren Bedarf anzupassen und unseren Gästen Räumlichkeiten zu bieten, die zu unserer Betriebsgröße und unseren Ansprüchen passen", erklärte Ole Fredebohm und ergänzte: "Dieser Hotelneubau wird genau das umsetzen. Es ist ein Meilenstein in der Entwicklung unseres Betriebes."

Die Investoren Stefanie und Ole Fredebohm mit der finalen Bauzeichnung bei der Grundsteinlegung. Foto: Larschow

Der Dank des Unternehmers galt insbesondere seinen Eltern, die den Familienbetrieb 1987 gründeten und 2020 an die nächste Generation übergaben.

Die Bauarbeiten in vollem Gange

Der Bau selbst hat bereits "vielversprechende Fortschritte gemacht", so Fredebohm. Die vorbereitenden Maßnahmen sind abgeschlossen, die Bodenplatte sowie Teile der Kellerwände wurden betoniert. Rund 7500 Kubikmeter Erde sind bewegt und 70 Tonnen Stahl und 360 Kubikmeter Beton verbaut worden - beeindruckende Zahlen, die den Umfang des Projekts unterstreichen. Bereits 2013 entstand der Wunsch, den Betrieb näher an den Norderteiler Weg zu verlegen.

Rund 7500 Kubikmeter Erde wurden bisher bewegt, 70 Tonnen Stahl und 360 Kubikmeter Beton verbaut. Foto: Larschow

Grußworte gab es von Stadtdirektor Frank Thielebeule, dem Bundestagsabgeordneten Christoph Frauenpreiß (CDU) und von Architekt Ralf Butt. "Ihr habt ein Familienunternehmen, das Otterndorf im Tourismus ganz weit nach vorn bringt. Was kann einer Stadt Besseres passieren. Otterndorf kratzt immer so an den 500.000 Übernachtungen im Jahr. Einmal darüber wäre schön. Dafür braucht es neue Ideen wie diese", so Thielebeule.

Höhepunkt der Grundsteinlegung war das Einmauern einer Zeitkapsel: Eine aktuelle Ausgabe der Niederelbe-Zeitung, ein Familienfoto und eine Bauzeichnung wurden in die Metallkapsel gelegt und symbolisch für kommende Generationen im Fundament des Hotels verewigt. "Es ist der Grundstein für die Zukunft unseres Unternehmens", betonte Ole Fredebohm strahlend.

Ole Fredebohm schiebt die Zeitkapsel in eine der Kellerwände des neuen Hotels in Otterndorf. Foto: Larschow

Nachhaltigkeit große Rolle bei Neubau

Nachdem die Kapsel eingemauert war, beantwortete Ole Fredebohm den Gästen noch einige Fragen. Dabei berichtete er unter anderem, dass bei dem Hotel-Projekt viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt werden soll. Strom wird über Photovoltaikflächen auf dem Dach produziert und mit entsprechenden Speichern gespeichert, sodass der Strom immer dann zur Verfügung steht, wenn dieser auch gebraucht wird.

Die Zeitkapsel wurde anschließend eingemauert. Foto: Larschow

Beheizt werden soll das Strandhotel durch eine Luft-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Gastherme. "Zusätzlich soll eine Anlage zur Grauwasseraufbereitung installiert werden", erklärte der Investor. Damit kann das Abwasser aus Dusche und Handwaschbecken aufbereitet und für Toilettenspülung oder Blumenbewässerung wieder genutzt werden. "Dadurch können wir etwa 35 Prozent des Abwassers einsparen."

Auch sonst soll das neue Hotel viel zu bieten haben. Nicht nur, was die Ausstattung angeht, sondern auch das Design machen deutlich, dass der Hotelneubau ein echtes Leuchtturmprojekt in Otterndorf ist. Zuletzt wurde in Otterndorf vor 25 Jahren ein vergleichbares Hotel gebaut - das Hotel am Medemufer.

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Tim Larschow

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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