Kirche und Kommune arbeiten in Otterndorf jetzt unter einem gemeinsamen Dach
Himmelreich 2 - das war lange Zeit die Adresse der Superintendentur des Kirchenkreises Cuxhaven-Hadeln in Otterndorf. Seit Anfang Februar arbeitet sie im historischen Rathaus. Beim "Tag der offenen Tür" am Mittwoch herrschte reges Kommen und Gehen.
Menschen strömten herein, warfen neugierige Blicke in die Büros - und blieben gern stehen, um ein paar Worte zu wechseln. Bei Brezeln, Kaffee und Orangensaft entstanden schnell lebhafte Gespräche.
Dass Kirche und Kommune jetzt gemeinsam unter einem Dach arbeiten, gefällt Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule und Bürgermeister Claus Johannßen. "Das passt gut zusammen", meinte Johannßen augenzwinkernd - vielleicht ergäben sich ja sogar noch ganz neue Synergieeffekte.
Superintendentin Kerstin Tiemann griff diesen Gedanken auf. Der neue Standort mitten in der Stadt sei eine Einladung zur Begegnung. "Wir wollen hier ansprechbar sein", sagte sie - für die Kirchengemeinden im Kirchenkreis ebenso wie für die Menschen in der Region.
Zugleich dankte sie der Stadt Otterndorf als Eigentümerin des historischen Gebäudes für das "gute Miteinander", den beteiligten Handwerkern in Abwesenheit für ihre sorgfältige Arbeit und ihrem Team für Geduld und Flexibilität während der Umzüge der vergangenen Wochen. Notwendig geworden war der Umzug durch einen Feuchtigkeitsschaden in der bisherigen Superintendentur im Himmelreich 15.
Tourismus-Abteilung ist jetzt in der Alten Feuerwache
Viele Gäste nutzten anschließend die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das erste Obergeschoss, wo das Team der Superintendentur nun arbeitet. Zuvor war dort der Bereich Tourismus der Stadt Otterndorf untergebracht, der mittlerweile in die Alte Feuerwache umgezogen ist.
In und außerhalb der Büros, auf den Gängen und in der Küche ergaben sich immer wieder Gespräche - über kirchliche Themen, über die Stadt und über das, was die Menschen bewegt. Auch der stellvertretende Bürgermeister Peter Stelzenmüller zeigte sich angetan: Nach Umzügen und mancherlei Widrigkeiten der vergangenen Monate sei es gut, dass die Superintendentur jetzt ein neues Zuhause gefunden habe.
Schon zur Begrüßung hatte Kerstin Tiemann einen Satz aus der Bibel zitiert: "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen." An diesem Vormittag im Historischen Rathaus waren es deutlich mehr - und die Gemeinschaft war spürbar.