Klinik Otterndorf: Einschnitte aus Personalmangel bei ambulanten Untersuchungen
Personalmangel im Krankenhaus Otterndorf zwingt zur Absage von Magen- und Darmspiegelungen. Das betreffe aber ausschließlich den ambulanten Bereich, heißt es vonseiten der Klinik Land Hadeln.
Im Nachgang zu dem CNV-Medien-Bericht über eine plötzlich abgesagte Magenspiegelung erreichte uns die Mitteilung einer Leserin (der Name ist der Redaktion bekannt). Sie teilte mit, dass sie vom Krankenhaus Otterndorf Mitte Juni einen Termin für eine Darmspiegelung erhielt. Dazu habe die entsprechende Überweisung ihres in Otterndorf praktizierenden Hausarztes vorgelegen, und die Koloskopie hätte Mitte August durchgeführt werden sollen. Mitte Juli jedoch erhielt sie per E-Mail die Nachricht, dass dieser Termin bis auf Weiteres abgesagt sei - mit der Begründung "personeller Engpass".
Wie Klinikchefin Jennifer Schroth bereits angesichts der abgesagten Magenspiegelung mitgeteilt hatte, handele es sich bei Überweisungen um eine persönliche Leistungserbringung eines Arztes. War dies auch im neuerlich geschilderten Fall so?
"Mehrere Eingriffe abgesagt oder verschoben"
"Wir müssen immer den Unterschied machen, ob es sich um einen ambulanten Eingriff oder einen Eingriff im stationären Kontext handelt. Auch ist die Abrechnung einer Magen- oder Darmspiegelung aus den schon zuvor genannten Gründen unterschiedlich zu handhaben", erläutert Jennifer Schroth transparent auf neuerliche Nachfragen unseres Medienhauses und erklärt: "Es mussten mehrere Eingriffe abgesagt oder verschoben werden." Sie bestätigte personelle Gründe: "Und ja, es gibt noch bis zum Ende des Jahres einen personellen Engpass, mit dem wir umgehen müssen für die ambulante Versorgung." Anders sei es hingegen im klinischen Bereich: "Im stationären Kontext werden beide Eingriffe häufig gemacht", so die Krankenhausleitung.
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