Otterndorfs "Lüttes Altstadtfest": Fröhlich, familiär, friedlich (mit Fotos & Video)
Etwas für die ganze Familie: Ein harmonisches Festwochenende in Otterndorf zog Besucher mit buntem Programm und kulinarischen Highlights an. Die Stimmung war ausgelassen. Die Veranstaltung im Rückblick - mit vielen Bildern und Video.
Es war ein fröhliches, familiäres "Lüttes Altstadtfest" - und ein friedliches. Auch aus Sicht der Ordnungshüter: "Es verlief vollumfänglich friedlich und das über den kompletten Zeitraum - wie man sich das wünscht. Wir sind vollends zufrieden", hieß es aus der Polizeiinspektion Cuxhaven gegenüber der NEZ/CN-Redaktion. Ein besseres Lob kann es für einen Veranstalter nicht geben.

Ulrike Meyer freute sich über ihr bisher schönstes Altstadtfest. Die Fachbereichsleiterin Tourismus, Marketing und Kultur in Otterndorf zog eine durchweg positive Bilanz der Feierlichkeiten von Freitagabend bis Sonntagnacht. Selbst das Wetter spielte perfekt mit.
Und auch ihr Chef Frank Thielbeule kann das so nur unterstreichen: "Ein absolut positives Altstadtfest." Der Stadtdirektor machte in Otterndorf am Wochenende "pure Freude und Ausgelassenheit" aus.

Gut besucht war am Sonnabendmorgen der Flohmarkt. An rund 80 Ständen konnte so manches Schnäppchen geschlagen werden.

Präsenz zeigte zum Beispiel der Hospizverein Land Hadeln. Er lud die Kinder zum Basteln und die Erwachsenen zum Gespräch ein. Wer mochte, konnte den Wunsch aufschreiben, was dieser Person wichtig sei, bevor sie "den Löffel abgeben muss". Flagge zeigte auch die Stadtbibliothek. Kerstin Winz, die kommissarische Leiterin, und Servicekraft Claudia Neumann hatten einen Bücherflohmarkt auf die Beine gestellt. Außerdem machten sie aktiv Werbung für das Programm "Lesestart", um Eltern wieder für das Vorlesen zu sensibilisieren.


Wiederum habe es eine tolle Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Sommercamps gegeben, lobte Ulrike Meyer. Das hat gute Tradition, dass die Familien des Fördervereins aktiv in das Fest einbringen. Am Großen Specken und der benachbarte Amtsgerichtsgarten verwandelten sich in eine Spiel- und Tobelandschaft.

Besonders die Hüpfburgen fanden riesigen Anklang - und natürlich durfte die Otterndorfer Feuerwehrspritze nicht fehlen. Und die Sommerlager-Erbsensuppe aus dem großen Pott ist schon längst kein Geheimtipp mehr.

Überhaupt blieben kulinarisch keine Wünsche offen - von Flammlachs bis Burger, von Champignonpfanne bis knuspriges Gemüse war alles dabei - und Eis wie Sahne oder Liebesäpfel erfreuten die Leckermäuler, wenngleich auch die Preise merklich angezogen haben.

Tolle Resonanz auf die Traditionsveranstaltung
Beim Traditionswettbewerb "Kirschkernweitspucken" im Rahmen des "Lütten Altstadtfestes" wurde ein Besucher- und Teilnehmerrekord erzielt: Den ganzen Nachmittag herrschte Hochbetrieb, die Begeisterung war ebenso groß wie die Spannung im Finale, das erst in der Verlängerung in einem Stechen entschieden wurde. Johannes Pietschke setzte sich mit 12,45 Metern durch; die Entscheidung fiel im letzten Versuch. Bei den Damen siegte Melanie Grundei mit 8,20 Metern. Alle Sieger erhielten nicht nur Applaus und Anfeuerungsrufe des Publikums, sondern auch Sach- und Geldpreise der Niederelbe-Zeitung und des Otterndorfer Hotels "Am Medemufer".

Für die Organisation des Kirschkernweitspuckens zeichnet seit vielen Jahren die Otterndorfer Tennisabteilung gemeinsam mit der Niederelbe-Zeitung verantwortlich. Doch es ging und geht beim Kirschkernweitspucken nicht vorrangig um Rekord und Gewinne, sondern vielmehr um den Spaß - und den hatten Teilnehmer und Publikum an diesem Nachmittag offensichtlich.
Party auf dem Kirch- und dem Rathausplatz
Musikalisch wurde auf bewährte Formate gesetzt: Auf dem Kirchplatz spielte die Gruppe "Return" Hits aus Pop und Rock.

Und DJ Jannik heizte den Partyfans auf dem Rathausplatz tüchtig ein. Alexander Meyer und Team reaktivierten den Millionen-Parkplatz an der Voß-Straße als Feier-Location.

Für den reibungslosen Ablauf des Altstadtfestes hatte die Stadt einen Security-Dienst beauftragt. Für den Sanitätsdienst war diesmal die Rettungsdienstschule "Rettungsaker" aus Bremerhaven zuständig.

Als Ulrike Meyer am Sonntagmorgen um 7 Uhr mit dem Rad durch Otterndorf fuhr, hatten die Mitarbeiter des Bauhofs bereits die Spuren des Festes weitgehend mit der großen Kehrmaschine beseitigt und den Müll eingesammelt. Es sei in diesem Jahr weniger gewesen, sicherlich hätten dazu auch die Kontrollen des Mehrwegsystems gesorgt. Auffällig sei zudem gewesen, dass deutlich weniger Schnapsfläschchen entsorgt werden mussten.







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