Dauerregen und Temperaturen von unter 20 Grad verlocken nicht gerade zum Sonnenbaden - auch nicht am "Hafenstrand" im Alten Fischreihafen. Foto: Reese-Winne
Dauerregen und Temperaturen von unter 20 Grad verlocken nicht gerade zum Sonnenbaden - auch nicht am "Hafenstrand" im Alten Fischreihafen. Foto: Reese-Winne
Regen in Sommerferien und Urlaub

Seit Wochen "Schietwetter" in Cuxhaven: Die Aussichten für den restlichen Sommer 2023

von Tim Larschow | 31.07.2023

In Niedersachsen sind bis 16. August Sommerferien. Der Juli und August sind daher als Sommermonate bekannt. Das bedeutet normalerweise Sonne, Hitze und ein Besuch im Freibad. Die Realität sieht in Cuxhaven und umzu aktuell anders aus. Und in Zukunft?

Dauerregen trübt seit gefühlt unendlicher Zeit die Stimmung. Aber was bringt das Niedersachsen-Wetter in den kommenden Tagen und Wochen?

Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind alles andere als rosig. Während im Mittelmeerraum mit Rekordhitze und Waldbränden gekämpft wird, hört der Regen in Niedersachsen gar nicht mehr auf. Die Niederschlagsmenge im Juli war sogar 70 Prozent höher als im Durchschnitt. Josef Kantuzer, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD), ordnet die aktuelle Situation ein.

Der Sommer startete im Juni vielversprechend. Der erste Sommermonat in Niedersachsen war sehr warm. So wurde ein Mittel von 18,3 Grad Celsius gemessen. Niederschlagsarm blieb es vor allem an der Nordsee mit teils unter 20 Litern pro Quadratmeter. Seltenheitswert hatte auch die Sonnenscheindauer mit fast 295 Stunden. Nach Berechnungen des DWD war es einer der sonnigsten Juni-Monate seit Messbeginn. Der Juli konnte die Erwartungen allerdings nicht erfüllen.

Aktuell trübt Regen die Ferienstimmung im Cuxland. Die Besatzung des Containerschiffs "UMM Quarn" (hier vor Cuxhaven) hält sich aktuell bei 44 Grad im Hafen von Hamad in Katar auf. Foto: Fischer

Meteorologe trübt Hoffnungen für Kreis Cuxhaven

In Niedersachsen stieg die Julitemperatur im Durchschnitt auf 17,9 Grad Celsius. "Damit war es im Land vergleichsweise kühl", erklärt Kantuzer. Anfang Juli sorgte außerdem Sturmtief "Poly" an der Küste für teils orkanartige Böen. Im Landesinneren wurden schwere Sturmböen gemessen. Immer wieder führten Tiefdruckgebiete auch Niederschläge über das Land. An zwei Drittel aller Tage wurde es nass. In der Fläche fielen nach Angaben des DWD mit 125 Litern pro Quadratmeter über 70 Prozent mehr Niederschlag als üblich (73 Liter pro Quadratmeter).

Und auch für den Rest der Sommerferien ist keine wirkliche Besserung in Sicht. "Es geht erst einmal so wechselhaft weiter. Ganz getreu dem Motto Schietwetter", sagt Josef Kantuzer. Am Freitag und Sonnabend gebe es aber immer mehr Auflockerungen und die Sonnenanteile nähmen wieder zu. "Besonders der Sonnabend scheint verhältnismäßig trocken zu werden", kündigt Kantuzer an.

Der Spielplatz am Kurpark Döse wirkt inzwischen wie ein Wasserspielplatz. Fotos: Reese-Winne

"Der Sommer ist noch nicht vorbei" im Kreis Cuxhaven

Die Höchstemperaturen in den kommenden Tagen können laut DWD-Wetterbericht zwischen 17 und 20 Grad Celsius liegen. Doch es ist weiterhin eher mit dicken Regentropfen als mit wärmenden Sonnenstrahlen zu rechnen. Vereinzelt sind auch Gewitter möglich. Für Sonnenanbeter sieht es also bis Mitte August noch düster aus. "Der Sommer ist aber noch nicht vorbei", verspricht der Meteorologe. Statistisch gesehen sei der Juli immer schon der nasseste Sommermonat gewesen.

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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