Winterliche Idylle im Hafen von Cuxhaven: Sogar etwas Eis sammelt sich beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Foto: Larschow
Winterliche Idylle im Hafen von Cuxhaven: Sogar etwas Eis sammelt sich beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Foto: Larschow
Tauwetter nicht in Sicht

Der Schnee ist zurück in Cuxhaven und Umgebung: So lief der Montag auf den Straßen

von Tim Larschow | 26.01.2026

Der Winter hält Cuxhaven in Atem: Schnee und Glätte fordern den Winterdienst, während die Polizei mehrere Unfälle verzeichnet. Gleichzeitig warnen die Experten vor einer großen Gefahr.

Schnee, Sturm, Polarlichter und dann wieder Schnee: Der Winter macht im Kreis Cuxhaven in diesem Jahr seinem Namen tatsächlich alle Ehre. Während die weiße Landschaft für viele ein idyllisches Winterpanorama bietet, bedeutet sie für andere vor allem eines: Arbeit.

Besonders gefordert war erneut der Winterdienst. Mit einem Zusammenspiel aus Mensch und Technik sorgte er dafür, dass der Verkehr trotz Schnee und Glätte möglichst sicher blieb. Auf insgesamt 481 Kilometern Kreisstraßen waren die Einsatzkräfte unterwegs. Ziel ist es, die Kreisstraßen und die dazugehörigen Radwege auch bei winterlicher Witterung passierbar zu halten - in der Stadt Cuxhaven waren die Hauptstraßen schneefrei, die Geh- und Radwege allerdings sehr rutschig.

Winter bleibt dem Cuxland erhalten

Ganz ohne Zwischenfälle ging es auf den Straßen trotz der Arbeit des Winterdienstes nicht: Nach Angaben der Polizeiinspektion Cuxhaven kam es am Montagmorgen (26. Januar 2026) zu mehreren wetterbedingten Verkehrsunfällen. Bis 11 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu insgesamt 14 Unfällen gerufen. Immerhin: In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden.

Der Winterdienst von Niedersachsen Ports in der Grimmershörnbucht im Einsatz. Foto: Larschow

Der öffentliche Nahverkehr zeigte sich stabil. "Unser Betrieb läuft derzeit regulär, wir verzeichnen weder Verspätungen noch Ausfälle aufgrund des Schneefalls", hieß es seitens der Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe, die die Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Hamburg betreibt. Fahrgäste wurden dennoch gebeten, sich kurz vor Fahrtantritt über Reiseauskunftsmedien wie den DB Navigator zu informieren. Auch bei der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB), die für die Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Bremerhaven zuständig ist, verlief der Betrieb planmäßig, Züge fuhren den Angaben zufolge wie gewohnt.

Ein schneller Abschied vom Winter ist derweil nicht in Sicht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dreht der Wind in den kommenden Tagen von Nordost über Ost bis Südost. Die Temperaturen bleiben dabei hartnäckig um den Gefrierpunkt: "Tagsüber klettert das Thermometer meist nur auf etwa plus ein Grad, nachts sinken die Werte auf minus ein bis zwei Grad. Dazu bleibt es überwiegend grau und bedeckt. Immer wieder kann es zu leichten Niederschlägen kommen - wenn auch in deutlich geringeren Mengen als am Montag", so David Menzel vom DWD.

Der Wochenstart bringt Schnee ins Cuxland: Es herrschen wieder frische Temperaturen. Foto: Larschow

Am Mittwoch (28. Januar 2026) könnte eine weitere Niederschlagsfront Cuxhaven erreichen und noch einmal wenige Zentimeter Schnee bringen. Auch am Donnerstag ist leichter Schneefall nicht ausgeschlossen, der aufgrund der Temperaturen tagsüber jedoch in Schneeregen oder Nieselregen übergehen kann - so die DWD-Wetterexperten.

Die Eisflächen sollten gemieden werden 

Bei aller Winterromantik warnen Experten eindringlich vor einem gefährlichen Risiko: dem Betreten von Eisflächen. Früher wurden Flächen von der Stadt offiziell freigegeben. Mittlerweile ist es jedoch so, dass in Cuxhaven und Umgebung nur noch sehr selten natürliche Eisflächen offiziell freigegeben werden. Die Behörden warnen vielmehr ausdrücklich vor dem Betreten zugefrorener Gewässer.

"Auch wenn das Eis verlockend aussieht, ist es oft zu dünn und lebensgefährlich", mahnt Dr. Jürgen Laudien, Leiter Einsatz im DLRG-Bezirk Cuxhaven-Osterholz. Laudien ist nicht nur bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft aktiv, sondern auch Meeresbiologe - und war kürzlich noch in der Antarktis. Als Faustregel galten früher mindestens zehn Zentimeter Eisdicke, um eine Fläche sicher betreten zu können. "Bei der letzten Kälteperiode hatten wir hier gerade einmal vier Zentimeter", so Laudien.

Der Appell ist klar: So schön der Winter im Kreis Cuxhaven auch sein mag - Vorsicht bleibt das oberste Gebot. Für den Ernstfall übten zuletzt die Kameraden der DLRG-Ortsgruppe Lamstedt zusammen mit der Feuerwehr eine Eisrettung. Die Ortsgruppe Cuxhaven übte am zurückliegenden Sonntag (25. Januar 2026) in Cuxhaven im Neptun-Bad hinter dem Deich.

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

tlarschow@no-spamcuxonline.de

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