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In der Kita ging der Anruf ein. Eine Mitarbeiterin ging ans Telefon und sah sich mit einer Bedrohung konfrontiert, wie die Polizei bestätigt. Symbolfoto: Warmuth/dpa
In der Kita ging der Anruf ein. Eine Mitarbeiterin ging ans Telefon und sah sich mit einer Bedrohung konfrontiert, wie die Polizei bestätigt. Symbolfoto: Warmuth/dpa
Polizei klärt auf

Schockanruf: Kita-Kraft in der Samtgemeinde Hemmoor wird telefonisch bedroht

von Wiebke Kramp | 31.08.2026 Zuletzt aktualisiert: 01.09.2026 07:39 Uhr

Dieser Schockanruf erschüttert: Eine Kita-Kraft aus der Samtgemeinde Hemmoor wird mit dem Tod bedroht, wenn sie ein Kind weiter betreut. Die Polizei klärt auf und ermittelt gegen zwei Frauen wegen Bedrohung. Der Fall geht an die Staatsanwaltschaft.

Bei diesem Schockanruf muss die Mitarbeiterin einer Kita in der Samtgemeinde Hemmoor einen furchtbaren Moment erlebt haben. Dass es eine verbale Bedrohung gegeben hat, bestätigten Polizei und Samtgemeindebürgermeister Jan Tiedemann gegenüber CNV-Medien. Nach NEZ/CN-Informationen handelte es sich dabei um eine Morddrohung.

Aus sicherer Quelle hatte die NEZ/CN-Redaktion erfahren, dass eine Erzieherin den Drohanruf sinngemäß mit den Worten erhalten habe: Wenn sie weiterhin ein bestimmtes Kind in Obhut habe, "dann bringen wir Sie um…" Sofort informierte die Kraft die Kita-Leitung, die umgehend Polizei und Samtgemeinde einschaltete. Nicht bestätigte Ermittlungen sollen ergeben haben, dass hinter diesem unfassbaren Schockanruf zwei Kolleginnen steckten.

An Staatsanwaltschaft übergeben

"Die Polizei hat den Sachverhalt Bedrohung strafrechtlich am 20. August aufgenommen", bestätigte jedoch Polizeisprecher Stephan Hertz gegenüber cnv-medien.de. Die entsprechende Einordnung obliege jetzt der Staatsanwaltschaft, an die der Fall übergeben werde. Die beiden Beschuldigten seien 31 Jahre alte Frauen, so der Sprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven.

Eigentlich soll eine Kita ein Ort des fröhlichen Aufwachsens für Kinder sein. Doch in einer Kita in Hemmoor kam es nun zu einem Vorfall, der für Ermittlungen sorgt. Symbolfoto: Sebastian Kahnert/dpa

Der als Kita-Träger zuständige Samtgemeindebürgermeister Tiedemann erläuterte: "Die Polizei und ich waren vor Ort und haben Gespräche geführt." Zu möglichen beruflichen Konsequenzen und personellen Angelegenheiten selbst könne er jedoch keine Äußerungen abgeben. Nach NEZ/CN-Informationen hat sich die Samtgemeinde allerdings schon auf die aktive Personalsuche nach Kita-Kräften in der betreffenden Einrichtung begeben.

Sehr erleichtert über polizeiliche Aufklärung

Jan Tiedemann zeigte sich sehr erleichtert darüber, dass die Polizei aufklären konnte und es keine tatsächliche Bedrohungs- und Gefahrenlage für die Mitarbeiterin und die Einrichtung gegeben habe - nicht zuletzt vor dem schrecklichen Hintergrund der Bluttat in der Stader Jugendhilfeeinrichtung.

Vorfall in Hemmoor weckt Erinnerungen an Bluttat in Stade

Bei den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade waren am 29. Juni 2026 sechs Menschen getötet worden. Der 45-jährige mutmaßliche Täter hatte dort einen Termin, bei dem es um das Umgangsrecht für seine wenige Monate alte Tochter ging. Nach der Tat flüchtete er, wurde noch am selben Tag festgenommen und kam am folgenden Tag wegen des Verdachts des sechsfachen Mordes in Untersuchungshaft.

Ende Juli wurde der Mann tot in seiner Zelle in der JVA Bremervörde gefunden. Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums handelt es sich um einen Suizid; Hinweise auf Fremdverschulden gibt es bislang nicht. Das Verfahren gegen den 45-Jährigen wurde nach seinem Tod eingestellt. Die Ermittlungen gegen die Mutter des Kindes und die Frau, die ihn nach der Tat im Fluchtwagen gefahren haben soll, liefen zunächst weiter.

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Wiebke Kramp

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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