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Mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern wird in Duhnen das Jahr 2025 begrüßt. Foto: Reese-Winne
Mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern wird in Duhnen das Jahr 2025 begrüßt. Foto: Reese-Winne
Feuerwerk, Böllern & Co.

Böser Geist muss verjagt werden: Kommentar zur Silvester-Knallerei in Cuxhaven

von Wiebke Kramp | 30.12.2025 Zuletzt aktualisiert: 13.01.2026 08:24 Uhr

Unsere Autorin hat eine klare Meinung zu Feuerwerk und Knallern zum Jahreswechsel in Cuxhaven, am Weltnaturerbe Wattenmeer - und zum Verjagen von bösen Geistern. Ein Kommentar.

Als junger Mensch habe ich Raketen, Knaller oder Pfeifer geliebt und Feuerwerke gefeiert. Aber der Kopf ist rund, damit man sein Denken verändern kann - und das habe ich in Bezug auf Böllerei und Co. grundlegend getan. Heute bedeutet für mich die Knallerei der böse Geist, der verjagt werden muss.

Dies ist ein Plädoyer für ein Silvester ohne Schall und Rauch, also für Böllerverbote, wie sie bereits in mehreren Städten und Gemeinden praktiziert und zuletzt von Ärztepräsident Klaus Reinhardt eindringlich gefordert werden. Er manifestiert seine Forderung damit, dass ungeregelte Knallerei immer wieder zu schweren Verletzungen führe. Es gehe nicht gegen organisierte Feuerwerke an zentralen Plätzen. Vielmehr richtet sich seine Kritik gegen die wilde Knallerei. Denn jedes Jahr erleiden viele Menschen Verletzungen durch explodierende Feuerwerkskörper.

Die Rettungskräfte haben zu Silvester immer viel zu tun. Symbolbild: Pedersen/dpa

Doch nicht nur Menschen leiden. Auch für zahlreiche Tiere kann sich Knallerei schädlich und traumatisierend auswirken. Der Lärm verstört Vögel und andere Wildtiere oft so sehr, dass sie in Panik geraten und die Flucht ergreifen. Und auch viele Haustiere werden in Mitleidenschaft gezogen und reagieren auf die heftigen Geräusche und fremden Gerüche mit Stress und Angst.

Hinzu kommt der Umweltaspekt: Das Feuerwerk zu Silvester kann die Feinstaubbelastung in Kommunen temporär erhöhen, heißt es seitens des Umweltbundesamtes. Zwar erreicht die Feinstaubkonzentration an der Küste im Kreis Cuxhaven in den zurückliegenden Jahren zu Silvester keine besorgniserregenden Werte. Aber jeder und jede, die sich dort aufgehalten haben, wo viele Menschen Knaller und Raketen gezündet haben, kennen die rauchgeschwängerte Luft.

Silvester 2024/2025 in Duhnen. Foto: Reese-Winne

Ausgerechnet am Weltnaturerbe Wattenmeer ist so etwas doch ein grundverkehrtes Signal. Hinzu kommen die Überbleibsel. Abgebrannte Feuerwerkskörper, Mehrschussbatterien und Plastikkappen von Raketen sorgen dafür, dass mit Müllbergen ins Neue Jahr gestartet wird. Schon gar nicht davon zu reden, wie viel Geld sinnlos verpulvert wird.

Andere Kommunen am Wattenmeer gehen zeitgemäße Wege. Auf Sylt sowie in der Gemeinde St. Peter-Ording ist Feuerwerk vollständig untersagt. Das ist ein richtiges Zeichen. So nimmt man sichtbar Rücksicht auf Menschen, Tiere, Natur und Umwelt. Solch konsequente Haltung wünschte ich mir auch für Cuxhaven und Umgebung. Nur Mut, es tut nicht weh, Silvester neu zu denken.

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Wiebke Kramp

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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