Der Cuxhavener Schlepper "Wulf 4" verhindert, dass der Ponton komplett versinkt. Foto: Fischer
Der Cuxhavener Schlepper "Wulf 4" verhindert, dass der Ponton komplett versinkt. Foto: Fischer
Vor der Alten Liebe

Bergungsaktion im Cuxhavener Hafen: Ponton sinkt - Schiff hat Schlagseite

von Tim Larschow | 20.03.2023

Zu einer Bergungsaktion ist es am Montagmittag an der Alten Liebe in Cuxhaven gekommen. Ein Ponton war gesunken. Beobachtet wurde der Einsatz von mehreren Passanten.

Plötzlich hatte das Ausflugsschiff "Störtebeker" Schlagseite. Die Spaziergänger auf der Aussichtsplattform "Alte Liebe" wurden am Montagmittag Zeugen davon, wie der Ponton, an dem das gelbe Ausflugsschiff ihren Liegeplatz hat, unterging.

Ein Schlepper der Firma Otto Wulf machte sich sofort auf den Weg, um Schlimmeres zu verhindern. Mit dem Bordkran wurde zunächst die Gangway geborgen, um anschließend den Ponton mit einer Schlinge zu sichern. Das Problem: Die Leinen der "Störtebeker" waren noch an den Pollern befestigt, die sich nun allerdings unter Wasser befanden. Durch den Einsatz der "Wulf 4" gelang es, den schwimmenden Schiffsanleger so weit anzuheben, dass die Leinen entfernt werden konnten.

Bergung von der Landseite unmöglich

Gegen 17 Uhr konnte die Schwimmfähigkeit des Pontons wieder hergestellt werden. "Im Anschluss wurde der Ponton neu an den Haltepfählen befestigt, eine genaue Begutachtung folgt", berichtete Hafenbetreiber Niedersachsen Ports. Durch die Zusammenarbeit der N-Ports-Mitarbeiter und der Schleppreederei konnte das komplette Absinken des Pontons verhindert werden.

"Der Ponton hat ein hohes Eigengewicht, was die Bergung von der Landseite verhindert. Zudem ist die Bergung von der Landseite logistisch nicht möglich", erklärt Dörte Schmitz, Pressesprecherin von N-Ports. Wäre es nicht gelungen, den havarierten Ponton mit Hilfe eines Schleppers zu bergen, hätte N-Ports zunächst bei Niedrigwasser ein Lagebild erstellt, um dann weitere Maßnahmen einzuleiten. "Ein Schwimmkran, der für schwerere Gewichte ausgelegt ist, wäre dann bei einem neuen Bergungsversuch zum Einsatz gekommen", erklärt Schmitz.

Reparaturarbeiten nötig

Über die Ursache der Havarie gibt es noch keine genauen Informationen. Erkenntnisse erwartet N-Ports, sobald eine umfassende Sicht auf den Ponton möglich ist. "Der Ponton wird vermutlich wieder schwimmfähig sein, allerdings werden einige Reparaturarbeiten nötig sein", schildert der Hafenbetreiber.

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