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Die Drohne startet vom Hubschrauberdeck der "Bamberg". Die Drohne ist über drei Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 3,4 Metern. Foto: Larschow
Die Drohne startet vom Hubschrauberdeck der "Bamberg". Die Drohne ist über drei Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 3,4 Metern. Foto: Larschow
Moderne Drohnentechnologie

Bundespolizeiinspektion See Cuxhaven setzt auf Drohnen: Hightech gegen Umweltsünder

von Tim Larschow | 30.07.2026 Zuletzt aktualisiert: 31.07.2026 01:57 Uhr

Damit Schiffe in der Nordsee die Treibstoffnormen einhalten, setzt die Bundespolizei auf die Messung von Schiffsabgasen. Mit einer speziellen Drohne ist das auch weit draußen auf See möglich.

Die Bundespolizei setzt seit Mitte Mai 2026 in der Nordsee hochmoderne Drohnentechnik ein. Das unbemannte Luftsystem (UAS) startet von Bord eines der großen Einsatzschiffe der Bundespolizei und unterstützt bei der Wahrnehmung maritimer Sicherheitsaufgaben der zuständigen Bundesbehörden. Dazu gehört neben der Messung der vom Schiffsverkehr ausgehenden Emissionen, die Überwachung der maritimen kritischen Infrastruktur und des sicherheitsrelevanten Schiffsverkehrs, die Wahrnehmung der maritimen Aufgaben der Bundeszollverwaltung sowie Search-and-Rescue und umweltpolizeiliche Aufgaben des Bundes.

Der "Camcopter S-100" auf dem Hubschrauberdeck der "Bamberg". Foto: Larschow

Die Jagt auf Umweltsünder mit der Drohne

Für die Kontrollen stellt die Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) ihre Dienste den europäischen Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Die offshorefähige Helikopterdrohne wird von der EMSA an Bord des Einsatzschiffes in die Luft gebracht.

Gestartet wird etwa von den Schiffen wie der "BP 82 Bamberg" eines der modernsten Schiffe im Dienst der Bundespolizei und eine multifunktionale Einsatzplattform. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die so genannte Tankerroute zwischen den Niederlanden und Dänemark. Mit hochaufgelösten Kamerabildern und modernster Sensorik sammelt und sichert die Drohne Informationen und Beweismittel. So konnte zuletzt Anfang Juli unter Einsatz der Drohnentechnik ein Verstoß gegen das internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung (MARPOL) festgestellt und Beweise gesammelt werden. Von einem liberianischen Tankschiff wurde illegal Müll in die Nordsee entsorgt.

Der "Camcopter S-100" landet auf dem Hubschrauberdeck der "Bamberg". Die Drohne ist über drei Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 3,4 Metern. Foto: Larschow
Die "BP 82 Bamberg" eines der modernsten Schiffe im Dienst der Bundespolizei. Foto: Larschow

Kontrollen in allen europäischen Häfen

Die Kommunikation zwischen den drei Piloten nach dem Start ist das A und O. Für den Flug gilt ein Mindestabstand von 100 Metern zum Schiff und eine Mindestflughöhe von 30 Metern. Für eine erfolgreiche Messung brauchen die Piloten im Schnitt fünf Minuten und müssen sich mehrere Sekunden im Abgasstrahl aufhalten. Die Ausbildung dauert acht Wochen, aufgeteilt in Theorie und Praxis. Danach kann man die Drohne fliegen, ist aber kein Experte. Zuerst wird man Operator und sammelt Erfahrung, später wird man "Pilot in command".

Die Messergebnisse werden den Kontrollbehörden in allen europäischen Häfen in Echtzeit zur Verfügung gestellt. So können Schiffe in ihren nächsten Anlaufhäfen gezielt für Kontrollen ausgewählt und Kraftstoffproben entnommen werden. Können Verstöße gegen die strengen Treibstoffvorschriften nachgewiesen werden, drohen den Verantwortlichen empfindliche Strafen.

Auf den Kontrollmonitoren haben die Drohnenpiloten alles im Blick, wenn sie mit der Drohne in den Abgasstrahl der Schiffe fliegen. Foto: Larschow

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Tim Larschow

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