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Zukunftsvision "Europakai": Auf dem ehemaligen Marine-Sperrwaffenarsenal (rot) in Groden entstehen neue Gewerbeflächen, die Unternehmen eine strategisch günstige Lage am Hafen Cuxhaven bieten sollen. Luftfoto: Makel
Zukunftsvision "Europakai": Auf dem ehemaligen Marine-Sperrwaffenarsenal (rot) in Groden entstehen neue Gewerbeflächen, die Unternehmen eine strategisch günstige Lage am Hafen Cuxhaven bieten sollen. Luftfoto: Makel
Der Hafen Cuxhaven wächst

Gewerbepark "Europakai" nimmt Gestalt an: So geht es auf dem Gelände in Groden weiter

von Tim Larschow | 29.07.2026 Zuletzt aktualisiert: 31.07.2026 11:55 Uhr

Das alte Marine-Sperrwaffenarsenal in Groden wird zum Gewerbepark "Europakai". Dafür haben die Stadt Cuxhaven und die Hafenentwicklungsgesellschaft Pläne, die sie bereits im Februar 2025 vorgestellt haben. Das sind die nächsten Schritte.

Das alte Marine-Sperrwaffenarsenal in Groden wird zum Gewerbepark "Europakai". Dafür haben die Stadt Cuxhaven und die Hafenentwicklungsgesellschaft Pläne, die sie bereits im Februar 2025 vorgestellt haben. Zwei Gebäude sind bereits gewichen, um Platz für Industriehallen zu schaffen. Das sind die nächsten Schritte.

Die alte Torpedohalle, die zuletzt gewerblich genutzt worden war, wurde bereits abgerissen. Eine weitere Lagerhalle gegenüber verschwand ebenfalls. Beide Gebäude seien abbruchreif gewesen.

Die Stadt will mit der Bereitstellung weiterer Gewerbeflächen Unternehmen die Chance bieten, sich in Hafennähe anzusiedeln. "Die Nachfrage nach Flächen ist sehr gut", bestätigt Oberbürgermeister Uwe Santjer. "Der Europakai ist ideal gelegen."

Zukunftsvision "Europakai": Auf dem ehemaligen Marine-Sperrwaffenarsenal in Groden entstehen neue Gewerbeflächen, die Unternehmen eine strategisch günstige Lage am Hafen Cuxhaven bieten sollen. Foto: Larschow

Grüngürtel zwischen Groden und Gewerbepark

Bis zur Fertigstellung wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Zeitgleich mit den Liegeplätzen 5 bis 7 und idealerweise auch mit der geplanten Schwerlastbrücke über die Bahntrasse in Richtung Alte Marsch soll der Gewerbepark an den Start gehen. Das werde Ende 2028 beziehungsweise Anfang 2029 der Fall sein. Mit potenziellen Interessenten würden bereits Gespräche geführt, so Santjer, der ergänzt: "Würde es das Interesse nicht geben, würden wir das Areal auch nicht so entwickeln."

Die Unternehmen wollten möglichst nah an der Kaikante sitzen. "Wir wollen aber die neu gewonnenen Flächen am Wasser nicht gleich wieder mit Hallen zubauen. Der Europakai ist eine super Ausweichmöglichkeit", so Peter Miesner, der gemeinsam mit Santjer die Geschäftsführung der Hafenentwicklungsgesellschaft innehat.

"Wir sind jetzt mittendrin", betont Miesner. Als Nächstes stehe die Bauleitplanung an, nachdem bereits ein Umweltgutachten erstellt worden sei. Wie der Gewerbepark am Ende genau aussehen werde, entwickele sich im weiteren Planungsprozess. Der Grüngürtel zwischen Groden und dem Gewerbepark soll dabei erhalten und weiterentwickelt werden. Das angrenzende Wohngebiet wird weiterhin durch eine Lärmschutzwand und den Baumbestand vom Gewerbegebiet getrennt. Außerdem sind neue Zuwegungen geplant, die eine direkte Verbindung zur Hermann-Honnef-Straße neben Titan Wind Energy (Germany) und damit einen schnellen Zugang zum Wasser schaffen.

Die Unternehmen, die bereits heute auf dem Gelände ansässig sind, könnten dort bleiben. Die Bestandshallen sollen jedoch schrittweise durch moderne Multifunktionshallen ersetzt werden.

Auch der Bereich der ehemaligen Munitionsbunker soll umgestaltet werden. Der Wald auf den Bunkern soll weichen. Die Bäume würden wegen der darunterliegenden Betonbauwerke nur flach wurzeln und deshalb bei Sturm häufiger umstürzen. Auch die Bunker selbst sollen entfernt werden. Lange war unklar, ob das technisch möglich ist. Gespräche mit Bauunternehmen hätten jedoch gezeigt, dass dies machbar und zudem weniger kostenintensiv sei als zunächst angenommen.

Schwierigkeiten in der Windkraft-Branche

Trotz der derzeitigen Unsicherheiten in der Offshore-Windbranche halten Stadt und Hafenentwicklungsgesellschaft an ihren Plänen fest. Zwar stockt der Ausbau der Offshore-Windenergie derzeit und viele Unternehmen verschieben Investitionen, Miesner und Santjer rechnen jedoch mit einer Belebung des Marktes. Deshalb soll die notwendige Infrastruktur bereits geschaffen sein, wenn die Nachfrage wieder anzieht.

"Und wenn es weitergeht, wollen wir die Fläche fertig haben, um dann nicht erst mit den Planungen zu beginnen. Wir schaffen hier ein passgenaues Angebot für Unternehmen", so Miesner, der wie schon im vergangenen Jahr betonte: "Der Europakai ist unser letztes verbliebenes logistisches Schatzkästlein im kommunalen Besitz."

Die Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft, Oberbürgermeister Uwe Santjer und Peter Miesner, wollen die Entwicklung des Gewerbeparks Europakai weiter vorantreiben. Archivfoto: Rohde

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Tim Larschow

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