Das Feuerschiff „Elbe 1“ an seinem Heimatliegeplatz bei der "Alten Liebe" in Cuxhaven (Archivfoto). Foto: Schröder
Das Feuerschiff „Elbe 1“ an seinem Heimatliegeplatz bei der "Alten Liebe" in Cuxhaven (Archivfoto). Foto: Schröder
Feuerschiff

Restaurierung abgeschlossen: "Elbe 1" nach Verjüngungskur bald wieder in Cuxhaven

von Redaktion | 04.04.2025

Das historische Feuerschiff "Elbe 1" nimmt nach Instandsetzungsarbeiten in Stralsund bald wieder Kurs auf Westen. Am 20. April soll die "Rote Lady" wieder im Heimathafen Cuxhaven festmachen.

Nach rund sechs Monaten Werftaufenthalt sind die Restaurierungsarbeiten an dem geschichtsträchtigen Feuerschiff "Elbe 1" auf dem Gelände der Volkswerft Stralsund abgeschlossen. Es seien bereits erfolgreich Probefahrten absolviert worden, teilte die Stralsunder Werft Strela Shiprepair mit. Bei den laufenden Arbeiten seien 13,8 Tonnen Stahl erneuert worden. 

Die 57,3 Meter lange "Elbe 1" war im September vorigen Jahres in die Werft gekommen (wir berichteten). Unter anderem wurden ein neues Bugstrahlruder eingebaut, die Brandmeldeanlagen modernisiert und verrosteter Stahl ausgetauscht. Diese Arbeiten seien notwendig, um die strukturelle Sicherheit des Schiffes auch künftig zu gewährleisten - unter strenger Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes, so die Werft weiter.

Holzdeck aus amerikanischer Pinie

Das Schiff, das von Liebhabern auch "Rote Lady" genannt wird, erhielt zudem ein neues Holzdeck aus amerikanischer Pinie. Zum Abschluss wurde es mit einem frischen feuerroten Anstrich versehen. Die Bezeichnung "Elbe 1" leitet sich von der Position ab, auf dem das Schiff früher als eine Art schwimmender Leuchtturm fungierte: auf erster Position in der Elbmündung.

Tatsächlich wurde das ab 1948 eingesetzte Feuerschiff während seiner 40-jährigen Dienstzeit von mehr als 50 Schiffen gerammt. Mittlerweile wird die "Elbe 1" in Cuxhaven als Museumsschiff betrieben. Eigentümerin ist die Stadt Cuxhaven.

Erste Fahrt ist für den 11. Juni geplant

"Am 20. April soll das Schiff wieder in Cuxhaven ankommen", sagte Eberhard Hewicker, 2. Vorsitzender des Vereins Feuerschiff-Verein "Elbe 1" von 2001, der das Schiff betreibt. Die Abfahrt sei für den 17. April geplant. Im Heimathafen soll das Schiff von innen schick gemacht werden. "Da ist noch viel zu tun", so Hewicker. Unter anderem sollen Fußböden erneuert werden. Die erste Fahrt sei für den 11. Juni mit dem Ziel Wismar geplant.

Feuerschiffe waren als Seezeichen Teil der Wasserstraßen für die Lenkung und Sicherheit des Schiffsverkehrs. Sie wurden auf Ansteuerungspunkten der Reviere und auf markanten Positionen gekennzeichneter Verkehrswege ausgelegt. Das letzte und berühmteste der bemannten Elbe-Feuerschiffe "Elbe 1" wurde am 22. April 1988 nach 40 Jahren Dienst in der Elbmündung eingezogen und durch ein unbemanntes Feuerschiff ersetzt. (dpa)

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Redaktion
Redaktion

Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
Tel.: 04721 585 360

redaktion@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Hafenentwicklung

Offshore-Drehscheibe: 500 Kilometer langes Seekabel in Cuxhaven umgeschlagen

von Redaktion

Der Ausbau der Offshore-Infrastruktur stellt Häfen vor neue Herausforderungen - und eröffnet zugleich große Chancen. Cuxhaven wird zunehmend zu einem zentralen Drehkreuz für Seekabel, Komponenten und anspruchsvolle Projektlogistik. 

Schiffsbesichtigung

Museumsschiff "Cap San Diego" auf Sommerausfahrt: Buntes Programm in Cuxhaven geplant

von Tim Larschow

Die "Cap San Diego" kommt nach Cuxhaven. Am Freitag (17. Juli 2026) startet das größte noch fahrtüchtige Museumsfrachtschiff von Hamburg aus zur großen Sommerausfahrt nach Cuxhaven. Gegen 17 Uhr soll das Schiff an der "Seebäderbrücke" festmachen.

Nonstop um den Globus

Allein um die Welt: Cuxhaven wird Basis für einen der härtesten Segeltrips der Welt  

von Tim Larschow

Noch liegt die "African Queen" in der City Marina Cuxhaven. Doch das nächste Ziel von Skipper Philipp Hympendahl ist eines der härtesten Segelabenteuer der Welt: einmal allein und nonstop um den Globus. Das macht der Extremsportler in Cuxhaven.