Die beiden Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft, Oberbürgermeister Uwe Santjer und Peter Miesner, wollen einen Teil des Gewerbeparks Europakai für interessierte hafennahe Unternehmen der Lagerung und Logistik entwickeln. Fotos: Rohde
Die beiden Geschäftsführer der Hafenentwicklungsgesellschaft, Oberbürgermeister Uwe Santjer und Peter Miesner, wollen einen Teil des Gewerbeparks Europakai für interessierte hafennahe Unternehmen der Lagerung und Logistik entwickeln. Fotos: Rohde
Für Hafenbetriebe

Cuxhavener Gewerbepark Europakai wird weiterentwickelt

von Ulrich Rohde | 21.02.2025

Das alte Marine-Sperrwaffenarsenal in Groden ist heute der Gewerbepark Europakai. Dafür haben die Stadt Cuxhaven und die Hafenentwicklungsgesellschaft Pläne. Zwei Gebäude sind gewichen, um Platz für Industriehallen zu schaffen.

Bereits im vorigen wurde die alte Torpedohalle, die gewerblich genutzt worden war, abgerissen. Eine weitere Lagerhalle gegenüber verschwand ebenfalls. Beide Gebäude seien abbruchreif gewesen, versichert Peter Miesner, der gemeinsam mit Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer die Geschäftsführung der Hafenentwicklungsgesellschaft innehat. Möglicherweise müsse noch ein weiteres Gebäude wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

"Der Europakai ist ideal gelegen"

Die Stadt will mit der Bereitstellung weiterer Gewerbeflächen Unternehmen die Chance bieten, sich in Hafennähe anzusiedeln. "Die Nachfrage nach Flächen ist sehr gut", bestätigt Santjer. Die Anfragen müssten nun in Kategorien eingeteilt werden, jene, die mit ihren Unternehmen möglichst nahe an die Kaikante rücken müssen und jene, die im Gewerbepark Europakai gut aufgehoben seien. Für alle Bedürfnisse will die Stadt Flächen anbieten. "Der Europakai ist ideal gelegen", meint der Oberbürgermeister, er ist zuversichtlich, dass es nicht schwer sein werde, die neuen Flächen zu vermarkten.

Bis 2028 sollen die Flächen zur Verfügung stehen

Das Zeitfenster bis zur Umsetzung ist allerdings ein mittelfristiges. Ungefähr zeitgleich mit der Fertigstellung der Liegeplätze 5 bis 7 und idealerweise auch der Verwirklichung des Plans, den Hafen mittels Schwerlastbrücke über die Bahntrasse hinweg in Richtung Alte Marsch zu erweitern, soll auch der Gewerbepark in den Startlöchern stehen. Das wird 2027/28 der Fall sein. Mit potenziellen Bewerbern würden bereits Gespräche geführt, so Santjer. Im Aufsichtsrat der Hafenentwicklungsgesellschaft sei man sich über die dortige Planung einig und habe das Konzept einstimmig abgesegnet, so Peter Miesner. Aber die Änderung des Bebauungsplans und die erforderlichen Verfahren, Prüfungen und Beschlüsse dazu kosten Zeit.

Für Logistik und Lagerung interessant

Die Flächen im Europakai dürften vor allem für Logistik und Lagerung interessant sein. "Cuxhaven hat derzeit ein Luxusproblem. Die Nachfrage ist höher als das aktuelle Angebot", freut sich der Oberbürgermeister. Die jetzigen Mieter im Gewerbepark müssten sich keine Sorgen darüber machen, verdrängt zu werden, betont Santjer. "Wir wollen hier keine Betriebe kaputtmachen", selbst wenn es eines Tages mit den Planungen weitergehen sollte. 

Gleiches gelte für die Anlieger jenseits des Bahndamms. Derzeit ist das dortige Wohngebiet in Groden durch eine Lärmschutzwand und Bäume vom Gewerbepark getrennt. Außerdem stehen die Bäume auf Wällen, unter denen sich alte Munitionsbunker verbergen, deren Verbleib allerdings noch geklärt werden muss. Geht es nach der Hafenentwicklungsgesellschaft sollen die Baumreihen als Sicht- und Lärmschutz erhalten bleiben. Auch während der Bauphase soll die Geräuschbelästigung nach Möglichkeit im zumutbaren Rahmen bleiben. "Der Europakai ist unser letztes verbliebenes logistisches Schatzkästlein", sagt Peter Miesner. 

Die ehemalige Torpedohalle im Gewerbepark Europakai ist bereits im vorigen Jahr wegen Baufälligkeit abgerissen worden.

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Ulrich Rohde

Redaktionsleiter
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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