Die "CIC Rolaco" wird noch einige Wochen in Cuxhaven liegen. Im Vergleich zum Steubenhöft wird die Größe des Schiffes deutlich. Foto: Lisa Sonntag
Die "CIC Rolaco" wird noch einige Wochen in Cuxhaven liegen. Im Vergleich zum Steubenhöft wird die Größe des Schiffes deutlich. Foto: Lisa Sonntag
Bremerhavener Unternehmen übernimmt

Reparatur der "CIC Rolaco" in Cuxhaven: Arbeiten mit tonnenschweren Teilen

von Tim Larschow | 13.03.2025

Der 292 Meter lange Massengutfrachter "CIC Rolaco" liegt mit Maschinenschaden in Cuxhaven. Die Reparatur läuft auf Hochtouren - ein Bremerhavener Unternehmen führt die Arbeiten aus. So laufen die Arbeiten mit den tonnenschweren Bauteilen ab.

Nach dem Auslaufen aus dem Hamburger Hafen am 17. Februar um 18.23 Uhr erlitt die "CIC Rolaco" am 18. Februar in der Elbmündung einen Maschinenschaden und ging vor Anker. Der 292 Meter lange und 45 Meter breite Massengutfrachter ist anschließend nach langer Wartezeit am 4. März von der "Wulf 10", der "Wulf 9" und einem niederländischen Schlepper nach Cuxhaven gebracht worden. Später kam auch die "Wulf 5" zum Drücken dazu. Mit der "Wulf 10" hat die Schlepp- und Bergungsreederei Otto Wulf aus Cuxhaven erst kürzlich ihre Flotte erweitert. Der Schlepper ist der neue Kraftprotz im Hafen.

Suche nach Liegeplatz war problematisch

Der Massengutfrachter fährt unter der Flagge der Marshallinseln und lag einige Tage mit dem Maschinenschaden auf der Außenelbe-Reede. Hier versorgten die Wulf-Schlepper aus Cuxhaven den Frachter mit Proviant und Lebensmitteln. Während dieser Zeit wurde mit Hochdruck ein Liegeplatz für das große Schiff gesucht. "Es ist nicht einfach, für ein Schiff dieser Größe einen Liegeplatz zu finden. Schon gar nicht für einen so langen Zeitraum. In Cuxhaven hat man sich sehr um eine Lösung bemüht und war sehr hilfsbereit", lobte die Agentur United Shipping Agency Vogemann GmbH, die die "CIC Rolaco" betreut.

Die Aufbauten des Schiffes ragen über die Dächer der Hapag-Hallen. Ein Bremerhavener Unternehmen ist mit der Reparatur beschäftigt. Foto: Rehder

Die Maschine wird in ihre Einzelteile zerlegt

Die Reparatur des Schiffes in Cuxhaven übernimmt nun die Rehder Engine Repairs GmbH aus Bremerhaven - ein junges Unternehmen, das Anfang 2018 in Bremerhaven gegründet wurde. Die Werkstatt wurde damals in den ehemaligen Windkrafthallen im Süden des Fischereihafens eingerichtet. 2021 erfolgte der Umzug in die Seewindstraße.

Aufgrund der Größe des Schiffes haben auch die Bauteile für den Laien unvorstellbare Dimensionen. "Die 'CIC Rolaco' hat eine Sechszylindermaschine, die gut zweieinhalb Stockwerke hoch ist. Wir bauen die Komponenten aus und überholen die Bauteile", erklärt Philipp Rehder, Geschäftsführer des Bremerhavener Unternehmens, und ergänzt: "Unter anderem werden die Pleuelstangen derzeit nach Bremerhaven in die Werkstatt gebracht, dort befundet, überholt und später wieder eingebaut. Die Schwertransporte übernimmt die Rodloff GmbH aus Bremerhaven."

Die Pleuelstangen wiegen rund 4,3 Tonnen und der sogenannte Kreuzkopf, das Oberteil des Pleuels, wiegt 5,1 Tonnen. Da es sich um eine Sechszylindermaschine handelt, ist jedes Bauteil sechsmal vorhanden. Um die Maschinenteile vom Schiff zu bekommen, wird derzeit ein Schwerlastkran der Firma Empting aus Cuxhaven eingesetzt.

Ein Maschinenteil (die Pleuelstange) wird mit einem Empting-Kran von Bord der "CIC Rolaco" gehoben. Das Bauteil wiegt 4,3 Tonnen. Foto: Rehder

Für das junge Bremerhavener Unternehmen ist die "CIC Rolaco" ein Großauftrag. "Mit diesem Auftrag sind wir zu rund drei Vierteln ausgelastet. Wir arbeiten in Tag- und Nachtschicht in der Werkstatt und auch an Bord. In der Firma haben wir 35 Mitarbeiter", berichtet Phillip Rehder. Wann das Schiff Cuxhaven verlassen wird, ist bisher nicht klar. Es bleibt abzuwarten, wie lange der "Bulker" (Massengutfrachter) am Steubenhöft zu Gast sein wird. Nach Angaben der United Shipping Agency Vogemann wird das Schiff aber mindestens bis Anfang April in Cuxhaven bleiben.

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Tim Larschow

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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