Bisher wurde die komplette Hauptwand bestehend aus Tragrohren, Zwischenbohlen und Schrägpfählen hergestellt. Seit März laufen die Aufspülarbeiten mit zwei Hopperbaggern, die täglich bis zu 70.000 Kubikmeter Sand einspülen. Foto: Larschow
Bisher wurde die komplette Hauptwand bestehend aus Tragrohren, Zwischenbohlen und Schrägpfählen hergestellt. Seit März laufen die Aufspülarbeiten mit zwei Hopperbaggern, die täglich bis zu 70.000 Kubikmeter Sand einspülen. Foto: Larschow
3,1 Millionen Kubikmeter Sand

Bulldozer, Bagger und Superlative: Minister Tonne zeigt sich in Cuxhaven beeindruckt

von Tim Larschow | 14.04.2026

In Cuxhaven wird ein gigantisches Infrastrukturprojekt vorangetrieben. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne lobt die imposanten Fortschritte und die Zusammenarbeit, die den Hafen zu einem Motor der regionalen Entwicklung machen.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne besuchte am Dienstag (14. April 2026) die Liegeplatz-Baustelle von NPorts in Cuxhaven - ein Projekt mit Strahlkraft über die Region hinaus. Trotz aller Begeisterung gab es auch kritische Töne.

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, informierten der Geschäftsführer von Niedersachsen Ports (NPorts), Holger Banik, und der Cuxhavener Niederlassungsleiter Knut Kokkelink über den Fortschritt der Bauarbeiten an den Liegeplätzen 5 bis 7 und den vielen anderen Projekten. In diesem Jahr investiert Niedersachsen Ports insgesamt 82,5 Millionen Euro in verschiedene Infrastrukturprojekte.

"Ich bin neugierig, das zu sehen, was man permanent hört und liest. Die Entwicklung, die wir hier sehen, rund um den Hafen Cuxhaven ist beeindruckend", so Tonne, der ergänzt: "Das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Das Projekt hier strahlt weit über Cuxhavens Grenzen hinaus."

"Der Motor für die Entwicklung der Stadt"

Er betonte, wie wichtig es ist, dass das Geld aus dem Sondervermögen für die Häfen ausgegeben wird und dass auch das Land Niedersachsen finanzielle Mittel an NPorts gegeben hat, um die Häfen weiterzuentwickeln.

Bereits in zwei Wochen soll hinter der neuen Hauptwand kein Wasser mehr zu sehen sein. Dann können Bagger und andere Fahrzeuge über die Fläche der neuen Liegeplätze rollen. Foto: Larschow

"Ich möchte den Menschen deutlich machen, was hier für eine tolle Entwicklung passiert. Bei all den schlechten Nachrichten können wir genau solche Projekte entgegensetzen und zeigen, was hier möglich ist und was an Zukunft aufgebaut wird - das ist mir wichtig", so der Minister.

Bisher wurde die komplette Hauptwand, bestehend aus Tragrohren, Zwischenbohlen und Schrägpfählen, hergestellt. Seit März laufen die Aufspülarbeiten mit zwei Hopperbaggern, die täglich bis zu 70.000 Kubikmeter Sand einspülen. Diese Spülarbeiten werden voraussichtlich bis Ende Oktober andauern. Den Sand holen die Bagger aus der Außenweser.

Das Projekt liegt sowohl im Zeit- als auch im Budgetplan. "Die Fertigstellung ist für Ende 2028 vorgesehen", erklärte Holger Banik mit Blick auf einen Hopperbagger und die ersten Baufahrzeuge, die bereits über die neu gewonnene Hafenfläche rollen.

Aus der Luft wird deutlich, wie weit die Arbeiten bereits fortgeschritten sind. Luftfoto: Makel

"Vor drei Wochen war hier nur Wasser, jetzt Bagger und Bulldozer - ein beeindruckendes Tempo", sagte Oberbürgermeister Uwe Santjer und führte fort: "Für die Zukunft Cuxhavens wird dieses Projekt noch eine große Rolle spielen. Es ist der Motor für die Entwicklung Cuxhavens."

In Zahlen heißt das: 20.000 Tonnen verbauter Stahl, 40.000 Kubikmeter Stahlbeton, 2.000 Betonpfähle, 3,1 Millionen Kubikmeter Sand sowie eine Million Meter Vertikaldrainage zur Entwässerung. "In zwei Wochen wird man hier auf der ganzen Fläche laufen können", berichtete der Cuxhavener NPorts-Niederlassungsleiter Knut Kokkelink.

"Der respektvolle Umgang ist unerlässlich"

Im Neuen Fischereihafen in Cuxhaven wird ein weiterer infrastruktureller Ausbau umgesetzt. Am Kopfende des Hafens ist ein Lückenschluss vorgesehen, um zusätzliche Umschlagsflächen zu schaffen und die vorhandenen Flächen effizienter nutzen zu können. Hierfür wird eine rund 80 Meter lange Spundwand mit entsprechender Rückverankerung errichtet. Durch die Maßnahme entstehen neue, zusammenhängende Flächen, die künftig für den Hafenumschlag und logistische Prozesse zur Verfügung stehen. Die Bauarbeiten sollen in diesem Jahr beginnen und voraussichtlich 2027 abgeschlossen werden. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro vorgesehen.

(v.l.n.r.) NPorts-Niederlassungsleiter Knut Kokkelink, Oberbürgermeister Uwe Santjer, Minister Grant Hendrik Tonne und NPorts-Geschäftsführer Holger Banik. Foto: Larschow

Zusätzlich plant NPorts zur Verbesserung der Schienenanbindung im Hafen Cuxhaven den Neubau zusätzlicher Gleise im Bereich des ehemaligen Fischversandbahnhofs. Auch die neuen Liegeplätze werden angeschlossen. Rund sieben Millionen Euro werden dafür investiert. Weitere 5,5 Millionen Euro fließen zudem in die Sanierung der Alten Liebe. Diese soll im Oktober beginnen.

Es gab viel Lob für NPorts und deren Mitarbeiter, die in den vergangenen Monaten einiges einstecken mussten. Minister Tonne appellierte: "In der Sache miteinander ringen und einen sachlichen Austausch führen - das ist wichtig. Doch was sich hier einige NPorts-Mitarbeiter beim Thema Liegeplätze oder Alte Liebe anhören mussten, geht nicht. Der respektvolle Umgang mit den handelnden Akteuren ist unerlässlich."

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Tim Larschow

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Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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