Rekordzahlen: Stadtsparkasse Cuxhaven legt für 2024 Top-Ergebnis vor
Die Stimmung könnte in der Stadtsparkasse kaum besser sein. Cuxhavens Wirtschaft geht es trotz schwieriger Zeiten gut. Das spiegelt sich im Geschäftsergebnis des Kreditinstituts wider. 2024 gelang es der Sparkasse, ihr Ergebnis erneut zu verbessern.
1,33 Milliarden Euro, das ist die Bilanzsumme der Stadtsparkasse im Jahr 2024, fast zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Auch der Überschuss wuchs um 1,3 Prozent auf 1,315 Millionen Euro. Hinter den erfreulichen Zahlen, die der Vorstand der Sparkasse am Donnerstag verkündete, stecken Zuwächse beim Einlagen- und Kreditgeschäft. "Durch unser gutes Kundengeschäft in allen Themenfeldern konnten wir unsere starke Marktposition weiter ausbauen", freut sich der neue Vorstandsvorsitzende Kai Mangels über das unverminderte Vertrauen der Kunden in die Sparkasse.
Neuer Rekordstand bei Firmenkrediten
In dem von den Grenzen der Stadt beschriebenen Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse sei das Firmenkundengeschäft einer der Wachstumstreiber gewesen, so Jan-Philipp Nickel, der für Firmenkunden verantwortliche Bereichsdirektor und seit Jahresbeginn auch einer der Vorstandsvertreter. Mit fast einer Milliarde Euro erreichten die Firmenkredite einen neuen Rekordstand mit einer Steigerung um 7,4 Prozent. 2024 wurden Kreditzusagen in Höhe von rund 167 Millionen Euro getätigt. Das Neugeschäftsvolumen betrug 118 Millionen Euro. Nickel weist auf die hohe Investitionsbereitschaft der Cuxhavener Unternehmen in den Standort hin. Da gehe es nicht nur um den Erhalt des Bestehenden, sondern vor allem um neue Projekte. Ein durchschnittlicher Firmenkredit hatte 2024 ein Volumen von 550.000 Euro.
"Wir sind der sichere Hafen für unsere Kunden"
Im Privatkundengeschäft, für das Bereichsdirektor Thomas Westphal zuständig ist, sah es nicht schlechter aus. Die Einlagen erreichten einen historischen Höchststand von fast 1,1 Milliarden Euro. Dabei habe vor allem das neue Zinsumfeld eine große Rolle gespielt. "Wir sind als Stadtsparkasse der sichere Hafen für unsere Kunden", so Westphal. Allein die schiere Anzahl von 33.000 Girokonten spreche für sich, so Kai Mangels.
Auch im Dienstleistungssektor war die Sparkasse erfolgreich. So wurde das Bausparergebnis mit 35 Millionen Euro deutlich gesteigert. Der Wertpapierumsatz wuchs um 66 Prozent auf 170 Millionen Euro. Die Zahl der Wertpapierdepots wurde um 400 auf 6000 gesteigert. "Insbesondere Anlagen in gemanagte Fonds, ETFs und verschiedene Vermögensverwaltungsformate waren sehr gefragt", so Westphal.
Neue Vorstandsriege gebildet
Nach dem Ausscheiden von Ralf-Rüdiger Schwerz als Vorstandsvorsitzender im Februar ist Kai Mangels an die Spitze der Sparkasse gerückt. Sein Co-Vorstandsmitglied ist seit dem 1. März Axel Lohmeier. Für ihn ist die Nähe zu den Kundinnen und Kunden ein wichtiger Erfolgsfaktor, aber auch das klare Bekenntnis zu den Standorten in der Stadt. "Die Eigenständigkeit der Stadtsparkasse ist ein Pfund", sagt Lohmeier.
Generationswandel im Kreditinstitut
Auch die Investition in die Aus- und Fortbildung der Berater zahlt sich aus. 192 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zehn Auszubildende zählt die Stadtsparkasse. Auch hier hat sich ein Wandel eingestellt. Zum einen der Generationswandel, denn in den nächsten zehn Jahren wird ein Drittel der Beschäftigten in den Ruhestand treten. Deshalb ist die Stadtsparkasse immer auf der Suche nach personellem Zuwachs und verzeichnet dabei einen starken Zulauf. 2024 wurden 15 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Zum anderen zeigt sich ein Mentalitätswandel, der durch geändertes Erscheinungsbild sichtbar wird. Anzug und Krawatte oder der Hosenanzug werden zunehmend von bequemer und lässiger Kleidung verdrängt.
Als Arbeitgeber und Ausbilder attraktiv
Als Ausbilder wird die Stadtsparkasse zunehmend als attraktiv angesehen. Neben der klassischen Berufsausbildung wird auch das Duale Studium angeboten. Ausbildungsleiterin Mariella Heins: "Wir brauchen die jungen Talente, um uns zukunftsfähig aufzustellen." Ihr Ziel sei es, zwölf Auszubildende und sechs Duale Studierende für die Sparkasse zu gewinnen. Für den Ausbildungsbeginn im August ist die Suche bereits fast abgeschlossen. Fünf Auszubildende und ein Dualer Student hätten bereits ihre Verträge unterzeichnet, so Heins. Ihnen stünden vielfältige Karriereoptionen offen.
Als öffentlich-rechtliches Institut ist die Stadtsparkasse auch der Gemeinnützigkeit verpflichtet. Und so hat sie 2024 insgesamt 255.000 Euro an Fördermitteln für verschiedene Projekte ausgeschüttet. "Wir sind den Menschen in unserer Stadt verpflichtet", sagt Vorstandsvorsitzender Mangels.