Du schmeckst nicht nur zur Sommerzeit
Seit vielen Jahren begeistert die Kolumne "Moin Cuxhaven" die Leserinnen und Leser der Cuxhavener Nachrichten. Inzwischen sorgt die Rubrik auch auf cnv-medien.de für Unterhaltung und Information. Heute geht es um den Verzehr von Weihnachtsbäumen.
Ganz gleich, wie hübsch man ihn zu Weihnachten schmückt, irgendwann beginnt der Christbaum traurig auszusehen und zu nadeln. Dann lautet die drängendste Frage: Wohin mit der Festtanne? Verfeuern? Abholen lassen? Kompostieren? Wenn man einem neuen Trend unter Hobbyköchen und Food-Influencern folgt, dann lautet die Antwort: Kochen! Spätestens nachdem die englische Bäckerin, Designerin und Autorin Julia Georgallis ihr Kochbuch "How to eat your Christmas tree" herausgebracht hat, ist das Netz voll mit Rezeptideen für Tannengewächse. Mal wird der grasige Geschmack von Nordmanntannennadeln herausgestellt, an anderer Stelle die vanilleartig duftenden Blätter der Blaufichte. Bei der Weißtanne sollen die Nadeln wie Mandarinen schmecken, bei der Kiefer erfrischend holzig, bei der Douglasie orangig und bei der Küstentanne pampelmusig. Ob Tannennadeltee, Fichtenspitzensirup oder Weihnachtsbaum-Ingwer-Eiscreme - die Verarbeitungsmöglichkeiten sind vielfältig. Aber Vorsicht: Viele Bäume aus Plantagen sind mit Pestiziden und Herbiziden behandelt, was sie potenziell gesundheitsschädlich macht. Deshalb bitte nur in den Bio-Baum beißen. Mohltied!