Ganz früh morgens - genauer um 3 Uhr - fiel der Startschuss zum 6. Watt-Moor-Ultra-Marathon auf Neuwerk. Foto: Jungclaus
Ganz früh morgens - genauer um 3 Uhr - fiel der Startschuss zum 6. Watt-Moor-Ultra-Marathon auf Neuwerk. Foto: Jungclaus
Watt-Moor-Ultramarathon

14 Läufer schafften die 100 Kilometer

22.07.2019

NEUWERK/SPIEKA. Beim 6. Watt-Moor-Ultramarathon gingen knapp 50 Teilnehmer an den Start. 14 von ihnen legten die Distanz über 100 Kilometer zurück. 

Für die Teilnehmer des 6. Watt-Moor-Ultra-Marathons klingelte der Wecker ungewöhnlich früh. Mitten in der Nacht machten sie sich auf den Weg zum Startpunkt auf der Nordseeinsel Neuwerk. Hier fiel um 3 Uhr der Startschuss für die knapp 50 Teilnehmer.

Los ging es für die Teilnehmer aus Deutschland, Luxemburg, China, Österreich und Großbritannien mit einigen Umrundungen der Insel, bevor sie anschließend auf die zwölf Kilometer lange Strecke durchs Watt in Richtung Festland ging. Die Strecke führte sie über Bad Bederkesa zum Ziel nach Spieka-Neufeld. Nicht alle Teilnehmer legten dabei die Ultra-Marathon-Distanz von 100 Kilometern zurück. Auch die kürzeren Strecken über 60 und 33 Kilometer Laufstrecke (Ultra-Halbmarathon) führten die Läufer durch das Wattenmeer und über befestigte und unbefestigte Straßen. Einzig bei dem 100-Kilometer-Lauf wurde noch ein weiteres Moorgebiet durchquert. Eine Streckenlänge, bei der der Läufer ganz schön viel Durchhaltevermögen benötigt: "Zwischen Kilometer 40 bis etwa 67 lief es bei mir recht zäh. Die Oberschenkel fühlten sich bleischwer an", erklärt der ehemalige Cuxhavener Frank Jungclaus. Doch aufgeben kam für ihn nicht infrage. Schließlich sei der Watt-Moor-Ultra-Marathon ein Trainingslauf für die 100 Meilen beim Berliner Mauerweglauf. Nach einem etwas langsameren Abschnitt ging es für ihn weiter: "Ab Kilometer 80 lief es wieder richtig gut. Zur Hälfte des Laufes ergab meine Hochrechnung noch eine Zielzeit von über 16 Stunden. Am Schluss bin ich dann mit 14 Stunden 57 Minuten sogar noch 9 Minuten schneller gewesen als 2018", so Jungclaus zufrieden. Neben dem ehemaligen Cuxhavener haben es insgesamt 14 Läufer die 100-Kilometer-Distanz geschafft. Am schnellsten absolvierte sie Bent Jakuboski aus Hannover (10:56 Stunden). Eine viertel Stunde später lief Michael Mankus aus Hamburg durchs Ziel. Die schnellste Frau über die 100 Kilometer war die 60-jährige Osnabrückerin Liane Hennigs (15:17). Sie war die einzige Frau, die die 100-Kilometer-Strecke gelaufen ist.

21 Läufer überquerten nach 65 Kilometern die Ziellinie. Hier war Rainer Huneke aus Herford der schnellste Mann (7:59), Sophie Hermes aus Luxemburg die schnellste Frau (8:06). Den Ultra-Halbmarathon über eine Distanz von 33 Kilometern absolvierten 10 Läufer. Holger Linkiewicz aus Geestland war der schnellste Mann (3:47). Anja Korte aus Herford die schnellste Frau. Außer Holger Linkiewicz nahm niemand aus dem Kreis Cuxhaven teil.

Handgefertigte Medaille

Die ältesten Läufer waren übrigens Gudrun (Jahrgang 1950) und und Hansmartin Dautel (Jahrgang 1947) aus Ostfildern sowie Ewald Konnar aus Weinheim. Alle drei absolvierten die Strecke über 65 Kilometer in einer Zeit von 11 Stunden und 2 Minuten. Doch ganz Gleich welche Strecke sie in welcher Zeit bewältigten: Jeder Zieleinläufer erhielt eine handgefertigte Medaille - hergestellt im Rahmen des "Project Saharawi Medals" in der algerischen Wüste - die Organisator Wilfried Seehafer selbst abholte. Als Verantwortlicher freut er sich: "Dass bei den bisherigen sechs Watt-Moor-Ultraveranstaltungen über 12 000 Euro an Spendengeldern für das Nationale Register für angeborene Herzfehler gesammelt wurden." Schon jetzt liegen die ersten Anmeldungen für den nächsten Watt-Moor-Ultra-Marathon vor. Der Termin für die 7. Auflage des Laufs durch Watt, Moor und über Land ist am 20. Juni 2020. (may)

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