Jahresversammlung

25 Jahre Voß-Gesellschaft: Treffen in Otterndorf

09.09.2018

OTTERNDORF. Vor 25 Jahren wurde die Johann-Heinrich-Voß-Gesellschaft in Eutin gegründet. (red)

Das Ziel war, den Dichter, Übersetzer und Philologen Voß (1751 bis 1826) stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und die Auseinandersetzung mit seinem Leben und Werk sowie seinem historischen Umfeld nachhaltig zu fördern. Inzwischen kann man feststellen, dass die Popularisierung und der Bekanntheitsgrad des Dichters und Homer-Übersetzers weitgehend fortgeschritten und ins Bewusstsein der literarisch interessierten Öffentlichkeit gelangt ist.

Im einzigen noch existierenden Voß-Haus Deutschlands, dem Literaturmuseum in Otterndorf, traf sich die Gesellschaft nun zu ihrer Jahresversammlung, um die weitere Arbeit vorzubereiten. Zur Jubiläumsveranstaltung war neben Stadtdirektor Harald Zahrte auch Prof. Andrea Rudolph aus Penzlin gekommen, die über den Fortschritt beim Bau und der inhaltlichen Gestaltung des neuen Penzliner Voß-Museums berichtete. Eine literarische Stadtführung durch Anne und Hans-Volker Feldmann (Otterndorf), ein Empfang bei der Stadtschreiberin Anja Seelke und ein Vortrag von Dr. Frank Baudach (Eutin) mit dem Titel „Voßische Buchgeschichten“ – über das Verhältnis von Johann Heinrich Voß zum Medium Buch gehörten zum Rahmenprogramm der von Dr. Kerstin Gräfin von Schwerin organisierten Tagung.

Am neu gestalteten Denkmal des Dichters legte die 1. Vorsitzende Silke Gehring anlässlich des 25-jährigen Jubiläums im Rahmen des literarischen Stadtspaziergangs ein Gesteck nieder und betonte: „Was wir erreicht haben, wollen wir fortsetzen“.

Die Voß-Gesellschaft befasst sich auf vielfältige Art und Weise mit dem Dichter und Philologen-unter anderem mit Vorträgen, Lesungen, Tagungen und Ausstellungen sowie durch die Herausgabe von Publikationen. Neben den in der Regel zwei- bis dreimal jährlich stattfindenden Vortragsveranstaltungen steht hier die Beteiligung an wissenschaftlichen Tagungen sowie die Initiierung und Förderung von Publikationen über Voß im Vordergrund. Die Voß-Gesellschaft versteht sich als Forum, das nicht allein Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern Voß-Interessierte aller Art zusammenführen und die verschiedensten Aktivitäten der Auseinandersetzung mit Johann Heinrich Voß und seiner Zeit unterstützen und koordinieren will. Zu diesem Zweck gibt sie ein Mitteilungsheft unter dem Titel „Vossische Nachrichten“ heraus, in dem neben vereinsinternen Mitteilungen auch wissenschaftliche und populär- wissenschaftliche Beiträge, Rezensionen, Forschungsnotizen sowie unter der Überschrift „Vossilien” kleinere historische Fundstücke zu Voß veröffenlicht werden.

Im Jahr 2007 wurde die Reihe Voß-Materialien gegründet, in der wichtige und unbekannte Quellen für die Voß-Forschung publiziert werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Zusammenarbeit der ehemaligen Voß-Wirkungsstätten, wobei die norddeutschen Voß-Städte Eutin, Otterndorf, Penzlin und Neubrandenburg im Mittelpunkt stehen.

Etwa die Hälfte der zur Zeit rund 130 Mitglieder hat ihren Wohnsitz in Schleswig- Holstein, ein Viertel lebt in Niedersachsen im Raum Otterndorf. Der Sitz der Gesellschaft ist in Eutin, wo Voß von 1782 bis 1802 lebte. Organisatorischen Rückhalt erhält die Gesellschaft hier durch eine enge Kooperation mit dem Ostholstein-Museum und der Eutiner Landesbibliothek, in deren Räumen sich auch ihre Geschäftsstelle befindet.

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