Irrflieger ist wieder da

Albatros fliegt wieder Helgoland an

06.04.2017

HELGOLAND. Der Albatros ist wieder auf den Vogelklippen Helgolands gelandet. Das vierte Frühjahr in Folge nimmt der seltene Vogel Kurs Hochseeinsel. Von Wiebke Kramp

Alle Vögel sind schon da - auch der Irrflieger. Helgoland meldet, dass der in diesen Gefilden höchst seltene Gast zurückgekehrt ist. Gegen 8.45 Uhr sei er vor der Langen Anna sitzend gesichtet worden. Der Schwarzbrauenalbatros (Thalassarche melanophris) - ein imposantes Tier mit bis zu 2,40 Metern Flügelspannweite - ist in nördlichen Breiten ein seltener Irrflieger. Beheimatet ist er eigentlich auf der Südhalbkugel. 

Er hat das Zeug zum Dauergast: Erstmals auf Helgoland wurde der Albatros im Mai 2014 gesichtet und ließ sich anschließend noch zweimal wieder blicken. 2015 flog er bereits im April zum ersten Mal den Vogelfelsen an - wiederum zu mehreren anschließenden Besuchen, sehr zur Freude von ornithologisch Interessierten, die von weither anreisten, um den seltenen Vogel zu beobachten. Auch im vorigen Jahr war er im April zu Gast.

Der Albatros bot stets hohen Schauwert, weil er dicht über den Köpfen der Klippenbesucher Kapriolen flog. Er ist ein Meisterflieger, jedoch am Boden ein Tollpatsch.

Der Albatros erlebt gegenwärtig an den Vogelklippen jede Menge  Spektakel. Trottellumme, Basstölpel, Dreizehnmöwe oder Tordalk haben ihr Brutgeschäft am Lummenfelsen aufgenommen. Das dürfte dem Albatros nicht blühen. Hier einen Partner zu finden, ist ziemlich unwahrscheinlich. Die Brutplätze des Schwarzbrauenalbatros liegen Tausende Kilometer entfernt auf Inseln rund um die Antarktis, auf den Falklandinseln oder der Campbell-Insel vor Neuseeland - und Sichtungen von Albatrossen auf der Nordhalbkugel sind selten. Dass sich Irrflieger anderen Vogelkolonien anschließen, ist bei Vogelkundlern bekannt. In Großbritannien hielt sich zum Beispiel über 20 Jahre lang jeden Sommer regelmäßig ein Albatros in einer Seevogelkolonie auf. Der Helgoländer Albatros ist sicherlich wieder ein Zugvogel, der für die Anreise von Ornithologen von weither sorgt. Bereits jetzt sind auf dem fast 60 Meter hohen Klippenrandweg jede Menge „Dreibeiner“ unterwegs, wie die Vogelbeobachter wegen ihrer zum Einsatz kommenden Stative für die lichtstarken Spektive und Kameras genannt werden. Die Hochseeinsel in der deutschen Bucht ist ein wahres Vogelparadies - nicht nur wegen der in Deutschland einzigartigen Brutklippen, sondern auch als tierisches Erholungsgebiet während der Zugzeiten.

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