Nur der bunte Zaun und das bemalte Tor erinnern von außen noch an die Zeit der Gorch-Fock-Schule und des Horts in der früheren Kiautschou-Kaserne. Eine Rückkehr ist nicht in Sicht. Foto: Reese-Winne
Nur der bunte Zaun und das bemalte Tor erinnern von außen noch an die Zeit der Gorch-Fock-Schule und des Horts in der früheren Kiautschou-Kaserne. Eine Rückkehr ist nicht in Sicht. Foto: Reese-Winne
Kasernengebäude bleibt ohne Kinder

Alte Gorch-Fock-Schule in Cuxhaven: Chinese darf nicht investieren

von Maren Reese-Winne | 31.08.2021

CUXHAVEN. Saniert der chinesische Eigentümer die frühere Kiautschou-Kaserne, damit die Stadt sie wieder für Schulzwecke nutzen kann? Lange stand das im Raum.

Seit Jahren wird darum gerungen, wie die Raumnot für die Gorch-Fock- und die Bleickenschule beseitigt werden könnte. Dabei hatte sich der Blick zuletzt auf das ehemalige Schulgebäude der Gorch-Fock-Schule gerichtet: Sollte es tatsächlich möglich sein, dass der aktuelle Eigentümer das Gebäude schulgerecht saniert und die Stadt Räume darin mietet? Dass also am Ende fast alles beim Alten ist? Im März 2020 hat der Verwaltungsausschuss der Verwaltung aufgegeben, dies in einer Machbarkeitsstudie herauszufinden.

Wie so etwas in Pandemiezeiten mit einem Gesprächspartner im fernen China funktioniert, schilderte Petra Wüst am Donnerstag beiden Schulvorständen. Die Kommunikation sei über einen Berater in Deutschland erfolgt. Der Eigentümer soll grundsätzlich bereit gewesen sein, das Gebäude zu sanieren und der Stadt zu vermieten.

Keinen Investor gefunden

Um die Kosten für die notwendige Altlasten- sowie die Kernsanierung zu ermitteln, wollte er Fachingenieurinnen oder -ingenieure einschalten. Das soll laut Informationen der Stadtverwaltung am Einspruch der chinesischen Regierung gescheitert sein, die ihm Investitionen im Ausland untersagte. Die Sanierung hätte also durch einen deutschen Investor erfolgen müssen. Hierfür konnte jedoch niemand gefunden werden, weil aufgrund der konjunkturellen Lage niemand zu einer verbindlichen Kalkulierung bereit gewesen sei.

Zwischenzeitlich habe sogar der Rückverkauf an die Stadt im Raum gestanden - letztendlich eine illusorische Lösung, zumal es damit immer noch keine Kostenkalkulation gegeben hätte.

Die Mitteilung des chinesischen Verhandlungspartners, dass er sich auf absehbare Zeit aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen nicht in der Lage sehe, nach Deutschland zu reisen, um die nötigen Verträge zu unterzeichnen, verstärkte das Fazit, dass der Rückkehr in die alte Kiautschou-Kaserne an der Gorch-Fock-Straße nicht der richtige Weg sein kann.

Unterdessen wird darüber spekuliert, für die Gorch-Fock-Schule einen Neubau neben dem Tennisclub zu platzieren.

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Maren Reese-Winne

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

mreese-winne@no-spamcuxonline.de

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