Zusammen mit der damaligen SPD-Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens (r.) bemühte sich Uwe Santjer (l.) erfolgreich um den Verkauf des Alten Fischereihafens vom Land an privat. Der Unternehmer Norbert Plambeck (M.) erhielt dann vor vier Jahren den Zuschlag mit der Sanierungsauflage für die Kaimauern. Sollte das Projekt gelingen, könnte es sich die SPD auf die Fahnen schreiben. Ist das möglicherweise der Grund, warum die CDU-Spitze dem Projekt nicht sonderlich positiv gegenübersteht? Foto: Sassen
Zusammen mit der damaligen SPD-Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens (r.) bemühte sich Uwe Santjer (l.) erfolgreich um den Verkauf des Alten Fischereihafens vom Land an privat. Der Unternehmer Norbert Plambeck (M.) erhielt dann vor vier Jahren den Zuschlag mit der Sanierungsauflage für die Kaimauern. Sollte das Projekt gelingen, könnte es sich die SPD auf die Fahnen schreiben. Ist das möglicherweise der Grund, warum die CDU-Spitze dem Projekt nicht sonderlich positiv gegenübersteht? Foto: Sassen
Investor ist sauer

Alter Fischereihafen in Cuxhaven: Warum blockiert die CDU-Spitze?

22.02.2020

CUXHAVEN. Norbert Plambeck ist sauer. Er kämpft seit Jahren für den Erhalt und den Ausbau des Alten Fischereihafens zu einem neuen touristischen Anziehungspunkt für die Stadt und die Region und hat bereits über eine Million Euro und eine Menge Herzblut in das Projekt investiert.

Das honoriere die große Mehrheit der Cuxhavener und auch der Politiker auch, die sich konstruktiv in die Planungen und den Prozess um den Bebauungsplan eingebracht hätten. Auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung lobt der Unternehmer ausdrücklich. Aber "Mr. Alter Fischereihafen" hat auch Widersacher ausgemacht, die möglicherweise kein Interesse am Erfolg des Projektes hätten. Das sind namentlich Thiemo Röhler und Enak Ferlemann von der CDU. Fest macht Plambeck seine Kritik am Beschluss der Siedlung zum Verkauf des Grundstücks am Dugekai, wo Röhler seit Kurzem mit im Aufsichtsrat sitzt. Dort würde Plambeck gerne eine Tourismusakademie bauen, um die Stadt und das Hafenquartier für junge Leute attraktiv zu machen. Von Beginn an wirbt Plambeck auch in der Tourismuswirtschaftsgemeinschaft für dieses Ziel.

Knappe Entscheidung

Mit einer Stimme Mehrheit hatte sich der Aufsichtsrat der Siedlungs AG vor etwa zwei Wochen aber gegen den Verkauf an Plambecks AFH GmbH entschieden. Plambeck ist darüber sehr enttäuscht. "Wir sind hier unfair behandelt worden. Am Preis kann es nicht gelegen haben", betont der Hafenplaner.

"Warum machen die das? Warum unterstützen die maßgeblichen Leute bei der CDU unser Projekt nicht? Diese Frage stellt Plambeck jetzt öffentlich und begibt sich damit in eine direkte Auseinandersetzung. Schließlich geht es möglicherweise um Alles, um die Frage, ob das ehrgeizige Sanierungsprojekt tatsächlich eine Zukunft hat, wenn die Wirtschaftlichkeit durch politische Entscheidungen in Frage gestellt wird.

"Seit drei Jahren verteidigen wir uns gegen diese Machenschaften", so Plambeck. Die CDU-Spitze habe schon die Hotelpläne mit dem "Tor zur Welt" durch ihr Veto vereitelt. Falls auch das Dugekaigrundstück ausfällt, sei die Gesamtplanung in Frage gestellt. In einem Interview (ebenfalls auf CNV-Medien zu lesen) nennt Plambeck die Hintergründe, die aus seiner Sicht dazu geführt haben, dass sein Kaufangebot nicht berücksichtigt wurde.

Gerichtliche Klärung

Von Intransparenz spricht Plambeck im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Kopfgrundstücks. Dabei greift er auch den Geschäftsführer Peter Miesner scharf an. Von Miesner fühle er sich ebenso unfair behandelt, wie von Ferlemann und Röhler. Auf ihre Zusagen bezüglich des für sein Gesamtprojekt wichtigen Grundstücks habe er sich ursprünglich verlassen. Mehrfach hätten sie versichert, dass er bei einem Verkauf berücksichtigt würde. Nun sei er eines besseren belehrt worden. Dabei macht er sich Hoffnungen, dass die Entscheidung doch noch einmal revidiert werden könnte. Denn nach Meinung seiner Anwälte sei das Verkaufsverfahren nicht rechtmäßig und intransparent gewesen, weil das Grundstück nicht, wie vorgeschrieben, öffentlich ausgeschrieben worden sei. Das solle jetzt juristisch überprüft werden, sagte Plambeck am Freitag.

Warum der Investor Norbert Plambeck sauer ist, erzählt er unserem Medienhaus im Interview. (Smart+)

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