"Aquacity", "Return", und Co.: Partybands im Kreis Cuxhaven stehen in den Startlöchern
KREIS CUXHAVEN. Unterhalten, die Massen antreiben, Gas geben: Partybands wie Return, Ramble On, Aquacity oder Back to Beat sind auf jedem Fest Stimmungsgaranten. Corona hat sie ausgebremst. Auch wenn steigende Impfquoten für immer mehr Lockerungen im Norden sorgen, müssen sich die Musiker und ihre Fans weiter in Geduld üben.
Seestadtfest in Bremerhaven, Kieler Woche oder Altstadtfest in Otterndorf: In normalen Sommern vergeht kaum ein Wochenende, an dem die Showband Return nicht auf irgendeiner Bühne steht. Doch die Zeiten sind nicht normal. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist es um das Gute-Laune-Quartett aus Ottersberg ruhig geworden. "Unseren letzten Auftritt hatten wir im November 2019 beim Zeteler Markt vor unserer jährlichen Winterpause. Leider wurde die Winterpause dieses Mal etwas länger als gedacht", sagt Gitarrist Florian Arp mit einem bitteren Lachen.
Auftritte fehlen
Zwar haben die Bandmitglieder alle einen "richtigen Job" und kommen auch ohne Auftritte über die Runden, die Sehnsucht nach Live-Musik ist dennoch riesig: "Wir vermissen die Auftritte sehr. Da sitzen wir mit Live-Musikern auf dem ganzen Erdball gemeinsam in einem Boot", sagt Arp. Für die Band sei es "ungewohnt und vor allem schmerzhaft", zum Nichtstun verdammt zu sein. "Gerade eine Veranstaltung wie das Altstadtfest in Otterndorf, auf dem wir nun seit rund 20 Jahren Stammgäste sind, vermissen wir schon sehr."
Hoffen auf den Herbst
Entzugserscheinungen machen sich längst auch bei der Hemmoorer Oldie-Band Back to Beat bemerkbar. "Die lieb gewonnene Freizeitbeschäftigung fehlt uns elementar", erklärt Sänger und Bandsprecher Bernd Reibold. "Man merkt schon, dass die Live-Musik und das direkte Erleben bei Auftritten gemeinsam mit dem Publikum süchtig machen." Die Zwangspause versuchen die Vollblutmusiker mit dem Einstudieren neuer Titel zu kompensieren: "Das weckt die Vorfreude schon gewaltig." Reibold hofft, dass sich die Corona-Bedingungen im Laufe des Sommers deutlich verbessern und Konzerte zumindest im kleinen Rahmen wieder möglich sind. Reibold: "Wir haben für die Monate September und Oktober feste Auftritts-Termine, die wir derzeit auch noch im Plan behalten. Sollte es vorher schon möglich sein, werden wir auch spontane Auftritte organisieren."
Erste Terminanfragen kommen
Aquacity, die Top-40-Band aus Bremerhaven, scharrt ebenfalls mit den Hufen. "Wir vermissen das Publikum und die Bühne sehr", sagt Sängerin Birthe Bursee. "Als Musiker will man auf der Bühne stehen und Musik machen, sehen, wie das Publikum ausgelassen feiert und Spaß hat." Ihren letzten Auftritt hatten die Musiker Anfang März 2020 im Musikladen Heinbockel, dann kam Corona. Das abrupte Ende aller musikalischen Aktivitäten hatte die Musiker hart getroffen. Seit über 30 Jahren sorgt die Kultband für gute Stimmung auf Partys und Feten, zum Beispiel beim Pfingstfrühtanz in Steinau. Und das soll, wenn es nach der Band geht, auch bald wieder losgehen: "Tatsächlich haben wir die Hoffnung, dass es in diesem Sommer wieder zu den ersten Auftritten kommt", berichtet Birthe Bursee. Klar, riesige Feten mit hunderten Feierwütigen im Partyzelt werden das noch nicht sein, "aber wir freuen uns jetzt schon und hoffen, dass es nicht mehr lange dauert". Allmählich würden auch die ersten Terminanfragen wieder eintrudeln.
Durchhalteparole für Fans
Manche Partybands haben die Corona-Zwangspause für kreative Ideen abseits der großen Fetenbühne genutzt. So hat der aus Oberndorf stammende Sänger Niko Lampio, Frontmann der Coverband Ramble On, seine Energie in eigene Musikproduktionen für sein Projekt "Du, Herr Lampio" gesteckt. "Und ansonsten warten wir artig, bis wir endlich wieder spielen dürfen", sagt Lampio. Auch Return war fleißig und hat im Lockdown einige Lieder aufgenommen, darunter auch einen eigenen Song: "All will be well". Florian Arp: "Das war unsere kleine Durchhalteparole an uns und unsere Fans."