Förderverein wird aktiv

Arado: "Schöne Schrauberei" in Nordholz

09.12.2016

NORDHOLZ. Seit dem Jahr 2012 befindet sich auf dem weitläufigen Gelände der Marineflieger in Nordholz ein Bordflugzeug des deutschen Schweren Kreuzers "Prinz Eugen". (jp/red)

Das historische Fluggerät ist arg lädiert. Unterstützt von den Marinefliegern und einem neu gegründeten Förderverein soll die Maschine jetzt restauriert und im Aeronauticum ausgestellt werden. Der neue Förderverein Arado 196 hat dieser Tage in Nordholz über die ersten Schritte des Großprojektes berichtet.

Unter der Leitung des Vorsitzenden Uwe Giesecke trafen sich über 30 Interessierte: Innerhalb zweier Vorträge von Dr. Anja Dörfer und Fregattenkapitän a.D. Hans-Peter Weber – früher Kasernenkommandant und Leiter der Marinefliegersammlung – wurde die vielschichtige Entstehungs- und Produktionsgeschichte der Arado 196 ausgebreitet. Bei der günstigen Gelegenheit erfuhren die Teilnehmer auch etliche Details über den schwierigen Weg der Rückkehr des Flugzeuges als Leihgabe aus den USA.

Leihgabe aus den USA

In einer spannenden Präsentation mit vielen bislang unveröffentlichten historischen Fotos versetzte Dr. Anja Dörfer vom Aeronauticum die Anwesenden zurück in die 30er-Jahre. Seinerzeit war die Arado 196 eine hochinteressante technische Lösung.

Frühere Versuche, die Arado 196 zurück nach Deutschland zu holen, waren gescheitert, weil die Rückgabe von Kriegsbeute aufgrund amerikanischer Gesetze nicht erlaubt ist. Hans-Peter Weber gelang es jedoch 2012, das Flugzeug als Leihgabe zurück nach Deutschland und zum Marineflieger-Stützpunkt in Nordholz zu holen.

„Verbunden damit ist die Auflage der Amerikaner, dieses historische Flugzeug wieder so zu restaurieren, dass es ausgestellt werden kann“, berichtete Hans-Peter Weber in einem lebhaften Vortrag mit zahlreichen Fotos von der Rückholaktion. Um die angepeilte Restaurierung zügig in Angriff nehmen zu können, wurde jetzt der Förderverein Arado 196 gegründet.

Die Aufgabe der Restaurierung der Arado 196 – eines von noch drei Exemplaren weltweit – im Rahmen des Fördervereins ist ein äußerst spannendes Unterfangen, denn damit bekommen die Mitglieder die Möglichkeit, aktiv an der Restaurierung eines historischen Flugzeuges mitzuwirken.

Diese „große Schrauberei“ wird in enger Abstimmung zwischen dem Marinefliegerkommando, dem Förderverein, der Offiziermesse und dem Förderverein Aeronauticum erfolgen. Hierzu wird gerade eine Grundsatzvereinbarung zwischen den Parteien ausgearbeitet.

Arbeit in Projektgruppen

Der Vorstand des Fördervereins Arado 196 berichtete auf dem Treffen weiter über die bisherigen Schritte zur Vereinsgründung, den Entwurf einer Beitragsordnung und die Organisationsstruktur des Fördervereins in Projektgruppen. Auch die Grundanforderungen an das Restaurierungskonzept und die Zusage des Marinefliegerkommandos, dem Förderverein eine Werkstatt und einen Büroraum zur Verfügung zu stellen, wurde besprochen.

Eine schwierige Aufgabe stellt allerdings die Beschaffung von Dokumenten dar, die für die Ausarbeitung des Restaurierungskonzeptes nötig sind. Der Vorstand will deshalb Kontakt zu anderen Museen aufnehmen.

Die Begeisterung der Teilnehmer für diese Aufgabe war bei dieser Informationsveranstaltung so groß, dass bereits zehn neue Mitglieder spontan ihren Beitritt zum Förderverein erklärten. Der Vorstand um Uwe Giesecke, Dr. Harald Wilms, Hans-Joachim Erckmann, Dirk Wurzer und Korvettenkapitän Patrick Jacobi hofft auf weiteres Interesse.

Der nächste Schritt ist die erste Mitgliederversammlung des neuen Vereins am Montag, 19. Dezember, um 18 Uhr in der Offiziersmesse des Marinefliegerkommandos. Der Aktiven hoffen, dass bis dahin zahlreiche Interessierte bereits Mitglieder geworden sind. 

Auf einen Blick

Interessierte Zeitgenossen können Einzelheiten zu einer Mitgliedschaft im Förderverein auf der Website erfahren: www.arado196.de.

Telefonisch ist der Vorstand unter der Nummer (0 47 21)  6 66 93 99 für Nachfragen zu erreichen.

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