Ausgiebiger Bestandsaufnahme muss nun Entscheidung folgen
Anhörung aller Haupt- und Realschulen vor dem Schulausschuss
mr. - Dass es eine Mammutsitzung werden würde, war angesichts der Tagesordnung - Anhörung aller Schulleiterinnen und Leiter der Haupt- und Realschule, des Stadtelternrats und des Vertreters der Bezirksregierung - klar, und so kam es auch: Vier Stunden lang tagte der Schulausschuss vor großem Publikum am Mittwoch in der Aula der Döser Schule.
Nach der persönlichen Erklärung von Reinhard Rother begannen die beiden Schulleiter der Realschulen, Rüdiger Bruns (Schulstraße) und Hans-Gunther Matthies (Geschwister Scholl) mit der Vorstellung ihrer Schulen und Schulformen, wobei in der Realschule generell die Ausbildung individueller Schwerpunkte im Vordergrund steht. Ein ausreichend großes Wahlpflichtprogramm, das nur durch eine gewisse Größe und Fachlehrerausstattung erzielt werden kann, ist dafür unabdingbar.
Beide Schulleiter sprachen sich für den Erhalt zweier Realschulstandorte aus, zumal mit einer Reduzierung der Schülerzahlen zu rechnen sei. Matthies bestätigte, dass durch den Umbau von vier Fachräumen in der Geschwister-Scholl-Straße auch eine Dreizügigkeit zu machen sei. Die wiederum, so Jürgen Schubel, sei mit Fahraufwand aus der Innenstadt nach Altenwalde verbunden.
Ein kombiniertes System Haupt-/Realschule verursache durchaus Schwierigkeiten, so Matthies: Für die Hauptschüler sei es schwierig, hier Geborgenheit und Selbstwertgefühl zu empfinden.
Als Botschaft der Eltern insbesondere der Hauptschüler brachte er den Wunsch für den Erhalt der Hauptschule in Altenwalde, dann angebunden an die Franzenburger Grundschule, mit. Die Schulleiterinnen und -leiter der weiteren Hauptschulen, unterstützt durch ihre Schulelternratsvertreter, schlossen sich mit ihren Präsentationen an.
Dass an Cuxhavener Hauptschulen vielfach profilierte, engagierte Arbeit, auch ganzheitliche Stadtteilarbeit geleistet wird, ist aus zahlreichen CN-Veröffentlichungen hinlänglich bekannt, ebenso der Wunsch aller bestehenden Standorte, als solche auch bestehen zu bleiben. Für Döse wurde zusätzlich die Option auf eine Realschule, sollte ein dritter Standort benötigt werden, gegeben.
Für den Erhalt kleiner Hauptschulen, möglichst angebunden an Grundschulen, warb Raimund Frenster, Vorsitzender des Stadtelternrates. Hier werde vorbildliche Stadtteilarbeit geleistet, die viele Ausgaben im Sozialbereich sparen könne. Durch eine Öffnung der Schulbezirksgrenzen könne letztlich festgestellt werden, nach welchen Kriterien Eltern wirklich entscheiden, bevor die Frage nach Schließungen wieder verhandelt werde.
In Sachen Realschule habe sich der Stadtelternrat bislang für drei Standorte ausgesprochen, aber auch andere Modelle durchgespielt. Weiter gehen soll dieser Prozess bei einer Sondersitzung des Stadtelternrats am Montag, 10. November.
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