Mann rast mit Pkw in Gruppe

Autoattacke mitten in Cuxhavens City

26.11.2017

CUXHAVEN. Autoattacke in der City: Ein 29-jähriger Syrer rast mit einem Pkw in eine Gruppe und verletzt sechs Menschen, vier davon schwer. Von Jens J. Potschka

Silke Schoon kann es immer noch nicht fassen, was sich dort vor wenigen Minuten vor ihrer Diskothek in der Bahnhofstraße ereignet hat. Sie zieht nervös an ihrer Zigarette, ist sichtlich bewegt. Gegen 7.30 Uhr war ein weißer Kleinwagen direkt vor ihrem „Flair“ in eine Gruppe von Menschen gerast. Vier Personen wurden dabei schwer und zwei leicht verletzt. Sie wurden in Krankenhäusern versorgt.

„Wir hatten eigentlich schon Feierabend. Es war ein ruhiger Abend“, erzählt Silke Schoon, die auch zwei Stunden nach dem schrecklichen Vorfall noch nicht wieder zur Ruhe gekommen ist. „Mein Personal war schon mit der Abrechnung beschäftigt, als plötzlich einer meiner Sicherheitsleute nach unten gerannt kam und mir erzählte, was vor meinem Laden soeben passiert ist“, sagt Silke Schoon. Sofort wird die Polizei benachrichtigt.

Die beiden Sicherheitsleute der Disko haben den Wagen der Marke Citroën dann zu Fuß verfolgt. Der C3 sei nach der Attacke mit vollem Tempo in Richtung Kaemmererplatz gesteuert worden. An einer flachen Mauer, die zum Brunnenobjekt auf dem „Buttplatz“ gehört, kam das Fahrzeug zum Stehen. Der alkoholisierte Fahrer des Wagens, ein 29-jähriger Syrer, habe dann ein Wendemanöver versucht, das misslang.

Täter festgehalten

Nach Angaben von Marvin Ojike, Inhaber der Firma, die der Disco das Sicherheitspersonal stellt, haben seine beiden Türsteher den Fahrer festgehalten, bis die Polizei eintraf. „Nach den intensiven Schilderungen meiner Mitarbeiter kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein Unfall war“, sagt Ojike. Der Fahrer des Wagens habe vor dem Zusammenprall sogar noch einmal das Tempo beschleunigt. Beim darauffolgenden Zusammenstoß sei eine Frau durch die Luft geschleudert worden.

Die Polizei war später mit sieben Fahrzeugen vor Ort. Auch Beamte der Bundespolizei waren in die City gekommen. Der Bereich von der Bahnhofstraße bis zum Brunnen auf dem Kaemmererplatz wurde weiträumig mit Absperrband gesichert. Später kamen Kollegen von der Kriminaltechnik hinzu. Das Auto wurde unter einem blauen Pavillon gesichert. „Wir wollen nicht, dass der Regen uns die Spuren kaputtmacht“, sagt Kriminalhauptkommissar Detlef Stachowiak. Gegen 13 Uhr beenden die Polizeibeamten die Spurensuche. Der Wagen wird kurz darauf abgeschleppt.

Wie die Polizei bekannt gab, haben die Ermittlungen ergeben, dass vermutlich ein Streit in bzw. vor der Disco in Zusammenhang mit dem Vorfall stehen könnte. „Das berichteten mehrere Zeugen. Es wurde ebenfalls bekannt, dass mittlerweile fünf der sechs verletzten Personen das Krankenhaus wieder verlassen haben“, sagt Polizeipressesprecher Rainer Brenner und abschließend: „Einer der Verletzten muss weiterhin stationär behandelt werden. Es besteht aber keine Lebensgefahr. Aufgrund vieler Nachfragen stellen wir klar, dass es sich bei allen Opfern um deutsche Staatsangehörige ohne Migrationshintergrund handelt.“

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