Bände im Stadtarchiv vor Zerfall bewahrt
CUXHAVEN. "Massenentsäuerung" - das hört sich brachial an. Und das soll man kostbaren Dokumenten und Zeugnissen der Geschichte antun? Oh ja, betont Stadtarchivar Torsten Thees: Denn dabei handelt es sich in Wahrheit um ein Verfahren, Zeugnisse der Vergangenheit wieder deutlich haltbarer zu machen. Widerfahren ist dies in den letzten Monaten diversen Adressbüchern und Zeitungsbänden aus dem Bestand des Cuxhavener Stadtarchivs.
Beim Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig wurden jetzt die Zeitungsbände von 1850 bis 1922 sowie die Adressbücher der Stadt Cuxhaven "massenentsäuert". Noch gerade rechtzeitig vor Weihnachten kamen die schweren Kisten wieder zurück und konnten von Mitarbeitern wieder in die Regale geräumt werden.
Die Massenentsäuerung gilt als Mittel der Konservierung und kann teure Restaurierungen vermeiden helfen. Auf jeden Fall sind die alten Bände jetzt wieder deutlich leichter handhabbar.
Im Zuge der industriellen Papierherstellung wurden Faserstoffe im Papier aber der Mitte des 19. Jahrhunderts durch Holzschliff ersetzt und das Papier sauer geleimt. Viele Bücher und Zeitungen sind auf diesem Papier gedruckt worden. Allerdings wird das Papier mit der Zeit braun und zerfällt. Dieser Vorgang wird durch die Massenentsäuerung aufgehalten.
Torsten Thees will nun jedes Jahr weitere Bände und Dokumente auf diese Weise behandeln lassen.
Maren Reese-Winne
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