BasCats verpflichten 19-jährigen Martin Bogdanov
CUXHAVEN. Die Cuxhaven BasCats haben auf die anhaltende Verletzungsmisere reagiert und den Spielerkader erneut erweitert. Allerdings entschied sich die sportliche Leitung, den in dieser Saison bis dato so erfolgreichen "deutschen Weg" konsequent weiterzuverfolgen und holte mit dem Berliner Martin Bogdanov einen weiteren hoffnungsvollen Nachwuchsakteur an die Nordseeküste, anstatt auf einen zusätzlichen Legionär zu setzen.
Die Verletztenserie beim Cuxhavener Basketball-Zweitligisten reißt nicht ab, sodass nun gehandelt werden musste. Vorgestern traf der junge Mann in der Kreisstadt ein und wollte auch so schnell wie möglich die ersten Trainingseinheiten mitnehmen. So traf er sich beispielsweise gestern Vormittag mit BasCats-Kapitän Jackson Capel in der Halle, um noch eine Extraeinheit Schusstraining zu absolvieren.
Der 19-jährige Bogdanov ging zuletzt in der ProB für den SSV Lokomotive Bernau auf Korbjagd und brachte es dort in sieben Partien auf 6,7 Punkte, 3,1 Assists und 0,9 Steals im Schnitt. Aufsehen erregte der junge Aufbauspieler vor allem am ersten Spieltag, als er gegen den Meisterschaftsfavoriten Rasta Vechta mit den Top-Guards Marvin Boadu und Flavio Stückemann 20 Punkte und sieben Assists auflegte. Vor seiner Zeit in Bernau machte sich der gebürtige Berliner mit ukrainischen Wurzeln vor allem in der Nachwuchsbundesliga NBBL einen Namen: Drei Jahre lang glänzte der Spielmacher als Topscorer der Mannschaft von Central Hoops Berlin.
In der Saison 2010/2011 kam Bogdanov auf die beeindruckenden Durchschnittswerte von 22,8 Punkten, 5,8 Rebounds, 4,8 Assists und 3,3 Ballgewinne pro Partie.
Im Aufeinandertreffen mit dem Nachwuchs des Mitteldeutschen BC gelang ihm ein Effektivitätswert von sagenhaften 58. Diese Leistungen brachten ihm eine Nominierung zum NBBL-All Star Game 2011 ein.
Die 2. Bundesliga ProA sieht der Sohn eines Basketballprofis als große Chance: "Es ist selten, dass ein junger Spieler wie ich die Möglichkeit bekommt, mit Aussicht auf tatsächliche Spielzeit in die ProA zu wechseln, deshalb habe ich nicht lange gezögert. Klar werde ich mich an das höhere Niveau und Tempo erst gewöhnen müssen, aber ich denke nicht, dass ich schlechter bin als andere Deutsche in der Liga, gegen die ich teilweise im Jugendbereich schon gespielt habe."
Seine längerfristige Zukunft sieht der Youngster jedoch noch eher jenseits des großen Teichs: "Ich möchte unbedingt ans College gehen und in der NCAA 1 Basketball spielen, aber frühestens nach dieser Saison."
Bogdanovs Stärken liegen im Zug zum Korb und in der Ballbehandlung. Angesichts der zahlreichen guten Distanzschützen im Kader der BasCats könnte sich ein Point Guard, der den direkten Weg zum Brett sucht, als sehr nützlich erweisen.
"Gerade in Anbetracht unseres derzeitigen Personalmangels ist die Verfügbarkeit Martin Bogdanovs ein Glücksfall. Wir trauen ihm zu, dass er eine wichtige Rolle in unserer Rotation übernimmt", zeigt sich auch BasCats-Coach Krists Plendiskis erfreut über den Neuzugang. Neben seinem sportlichen Engagement im BasCats-Bundesliga-Team wird Martin Bogdanov an der Elbmündung ein Praktikum im Bereich Marketing absolvieren.
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