Bekommt Land Hadeln eine feste Stelle für Flüchtlingsbegleitung?
OTTERNDORF. Die Gespräche, ob die Samtgemeinde Land Hadeln eine feste Stelle für die Flüchtlingsbetreuung vor Ort schafft, laufen.
Aktuell übernimmt diesen Job Jedixa Diaz. Ihr Arbeitgeber ist jedoch die Diakonie. Warum diese Aufgabe ihrer Meinung nach in staatliche Hände gehört - und was unserer Gesellschaft im Zusammenleben mit Geflüchteten fehlt - verrät sie im Interview.
Wir verfolgen die Lage im afghanischen Kabul über die Medien. Ungläubig schauen wir uns die Bilder an und können es kaum glauben, was dort gerade geschieht. Doch was teilweise so weit weg scheint, kommt durch Menschen zu uns nach Deutschland. Menschen, die ein sicheres Leben suchen, ein neues zu Hause brauchen und die plötzlich mit einer ganz anderen Umgebung konfrontiert sind. Doch sie kamen auch schon vor der Situation in Kabul zu uns nach Deutschland, wo es dann darum geht, einander verstehen zu lernen. Von beiden Seiten. Dieser Aufgabe widmet sich Jedixa Diaz in ihrem Job als Flüchtlingsbegleiterin der Samtgemeinde Land Hadeln. Sie selbst hat einen chilenischen Vater, eine deutsche Mutter und hat viele Jahre in Chile gelebt. Nach ihrer Tätigkeit als Dolmetscherin in Cuxhaven und ihrer Freiwilligenarbeit für Flüchtlinge ist sie seit 2020 als Flüchtlingsbegleiterin in Otterndorf fest angestellt. Und das mit einem Engagement, das ansteckend ist. Wie es der 37-Jährigen seither ergangen ist, verrät sie im Gespräch mit Julia Anders. Inklusive Antworten, die das Potenzial haben, unsere Perspektive zu erweitern.